Kategorie: Unterwegs

  • Wegen Überlastung geschlossen (aber nur kurz)

    Ich brauche noch ein paar Tage Weblog-Urlaub. Ich war und bin zuviel unterwegs und es ist ’ne Menge liegengeblieben. An nervigem Kram, aber auch an Ideen und Projekten. Aber Montag oder so geht es bestimmt schon weiter. Vielleicht mit einem Bericht über Sparrenblog vs. Schnipselfriedhof:

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    Das wird sicher schön. Mit Multimedia-Gedöns, hey! Außerdem fahre ich 1.Klasse nach Bielefeld – falls ich den Gutschein finde, den mir die gute alte Tante Bahn zugeschickt hat, um mich von den Vorteilen zu überzeugen und zu einem generellen Umstieg auf die 1.Klasse zu bewegen. Lieber Onkel Mehdorn, überzeuge Du die Veranstalter davon, dass sie mir dann auch weiterhin die Fahrtkosten erstatten, und die Sache ist geritzt.

    (Volker Strübing)

  • Bodensee bizarr

    Mit einem Schienenersatzverkehrsbus durch Radolfzell am Bodensee. Vorbei am Tattoo- und Piercingstudio „Swastika“ und einem Kriegerdenkmal, das aussieht, als hätten es die Nazis gebaut. Und das in einem Ort, der „Adolf“ im Namen führt, jeijeijei.

    Und zum Kompott kriegt man am Bahnhof nicht mal ein vernümpftiges Schnitzel.

    (Volker Strübing)

  • Der ganzen Welt zur Kenntnisnahme

    Bin gerade in Bayreuth, vertrete Spider bei einer kleinen Surfpoeten-Tour durch Süddeutschland. Ahne ist schon einen Tag länger unterwegs und gestern Abend von Luzern aus zu uns gestoßen. Er hat erzählt, dass er morgens um 8 die ZDF-Nachrichten geguckt habe. (Warum guckt Ahne um 8 in Luzern ZDF-Nachrichten? Der Mann hat dunkle Seiten, von denen niemand etwas ahnt – oh „ahnt“ und „Ahne“ … Nachtigall, ich hör dir trapsen, hör ich dir, aber ich geh da jetzt nicht näher drauf ein, nee, nee. Weiter im Text:) Die Sprecherin hat wohl gesagt (noch ’ne Abschweifung: Wie bringt man eigentlich korrekt ein indirektes Zitat in einem indirekten Zitat unter? Wahrscheinlich vermeidet es jeder gute Autor einfach.) also: meinte Ahne so, dass sie Sprecherin gesagt haben habetäte, dass der Papst habe in Südamerika vor „Sex in der Ehe“ gewarnt. Dann hat sie kurz gestutzt und sich verbessert: „Vor der Ehe“.

    Ich habe dann versehentlich beim Vorlesen einer Geschichte statt: „Der alte Mann saß im Wartehäuschen“ „Der alte Mann saß im Wartehöschen“ gesagt.

    Naja.

    (Volker Strübing)

  • Es war nicht alles schlecht im Osten

    Jetzt haben wir ja dank Leiharbeit endlich Aufschwung in Deutschland und nicht mehr soviele Arbeitslose, weil sich die Menschen endlich von der dussligen und verdächtig nach Kommunismus und RAF und Ostalgie klingenden Idee verabschiedet haben, dass man von einem Vollzeitjob auch anständig leben können sollte. Da kann ich ruhig mal wieder einen Weblogeintrag machen. Das eine hat zwar absolut nichts mit dem anderen zu tun, aber irgendwie muss ich den Beitrag ja einleiten, herrjeh! (mehr …)

  • Video-Matroschka

    Schon wieder ein Video. Mich hat es viele, viele Stunden gekostet, euch kostet es nur 10 Minuten. Es geht um LSD, die Zukunft der Menschheit, den Inhalt eines Autorenhandtäschchens, ich erzähle meinen Lieblingswitz, man erfährt, was es mit der Video-Matroschka auf sich hat und kann die schönste Aufblaspuppe der Welt bewundern!

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=XbmYuTWHcv0]

    (Volker Strübing)

  • Wer „Sex“ in den Titel schreibt, um den Traffic zu erhöhen, ist doof

    Zur Zeit blogge ich unregelmäßig, weil ich viel unterwegs bin. Über Ostern war ich in Bayern, bei der Münchener Lesebühne Westend ist Kiez (siehe auch hier), beim Poetry Slam im Substanz und beim Poetry Slam im Stadttheater Landsberg. Ausführliche Berichte von allen drei Veranstaltungen aus Sicht der Moderatoren gibt es im Poetry Blog von Ko Bylanzky und Rayl Patzak.

    In München habe ich übrigens zwei Videos gedreht. Das eine habe ich mir noch nicht angeguckt, das andere ist aber wohl ganz gut geworden. Es hatte gestern Welturaufführung bei der Chaussee der Enthusiasten, am Dienstag kann man es dann nochmal in guter Qualität auf der großen Leinwand bei LSD sehen, und dann mache ich es ins Internet rein (falls das bis dahin nicht geschlossen wird, was ich aber nicht glaube).

    Jetzt nur ein paar Impressionen aus der merkwürdigen und irgendwie beunruhigenden Unterkunft, in der Kai Schmelzle, Michael Bittner und ich untergebracht waren:

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    Asche zu Asche, Staub zu Staub (Version2.0, April 2007):

    landsberg02.jpg

    landsberg03.jpg

    Pornobett und Stilleben:

    landsberg04.jpg

    Als Gewinner des Abends durfte ich aber im quer davorstehenden Einzelbett schlafen.

    Dieses gewagte, fast schon an Kunst gemahnende Ensemble aus Maggi, ollen Griechen und Schneider-Design-Kassettenrecorder wirkt am besten im Panoramaformat:

    landsberg05.jpg

    Es gab übrigens keinen Grund zur Beunruhigung. Die Betreiber waren nett und haben sehr gute Frühstückseier zubereitet.

    (Volker Strübing)

    PS: Demnächst schreibe ich vielleicht auch wieder mehr richtige Texte hier rein oder male ein Horst-Bildchen, vielleicht aber auch nicht.

  • Warum Frauen wie Überraschungseier sind …

    … und was das mit Pawlow und dem Internet zu tun hat, erklärt Felix Bonke in einem Text, den ich im Oktober auf der Münchener Lesebühne Westend ist Kiez von ihm gehört habe, und um dessen Online-Veröffentlichung ich ihn letzten Sonnabend, als ich wieder dabei sein durfte, gebeten habe.

    Und, liebe Science-fiction-Autoren, aufgepasst! Wenn ihr glaubt, ihr müsstet jetzt noch Bücher über den Kampf Mensch gegen Maschine schreiben, […] dann lasst euch gesagt sein: Das ist kalter Kaffee. Darüber könnt ihr höchstens einen Historienroman veröffentlichen, denn dieser Kampf ist schon mitten im Gange. Das Internet hat längst eine eigenständige Persönlichkeit erlangt und miese Tricks ausgetüftelt, wie man uns kontrollieren kann. Wie das Internet auf diese Tricks gekommen ist, ist nicht schwer zu erraten. Schließlich ist es das Internet und kann alles in sich selbst nachschauen.

    Und hier ist der ganze Text.

    Danke!

    (Volker Strübing)

  • Noch mehr ulkige Automaten

    Schon wieder unterwegs. Im Frühling und im Herbst häufen sich die Wegfahrtermine. Was bin ich froh, dass ich so gerne mit dem Zug fahre!

    Gestern Abend war ich zu Gast bei der Münchener Lesebühne Westend ist Kiez in der „Realwirtschat Stragula“. Neben den Stammmitgliedern Felix Bonke, Volker Keidel und Sascha Storz war auch noch Michael Bittner von der Dresdner Lesebühne Sax Royal dabei. Letzterer trat zum Glück vor mir auf, weshalb er es war und nicht ich, der verwundert auf die Aufschrift am Kondomautomaten hinwies:

    condomat.jpg

    So musste sich statt mir dann auch Michael anhören, dass das ein alter Hut sei und praktisch alle Gäste vor ihm schon darauf hingewiesen hätten …

    Es war ein sehr schöner Abend und niemand von uns musste auf Klo schleichen, um den Versagerknopf zu drücken, und statt Loser-Tee konnten wir alle ein Bier trinken.

    Viel merkwürdiger als den Knopf am Kondomautomaten fand ich dieses Gerät:

    nivea.jpg

    Ist das nun Fortschritt oder das letzte Zeichen vor dem Untergang des dekadenten, verweichlichten Abendlandes?

    (Volker Strübing)

     

  • Ein Lied für Rainald Grebe …

    … und alle anderen Menschen, außer die doofen. Das Lied bezieht sich auf Reinald Rainald Grebes Lied „Brandenburg“, welches man findet, wenn man bei YouTube nach Reinald Rainald Grebe googelt. Ich weiß natürlich, dass man bei YouTube nicht googeln kann, aber egal, wer mich deswegen hasst, der gehört sowieso zu den doofen Leuten, die mal bitte schön hier weg gehen sollen! Es gibt auch für doofe Leute genug Zeugs im Internet, da müssen die nicht hier rumhängen, die doofen, die! Aber ich bin abgeschwiffen. Erst wollte ich einen direkten Link reinsetzen, aber man weiß ja garnicht mehr, wann und wie und womit man sich alles strafbar macht in diesem tückischen Netz …

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=gQhyH5BiAHU]

    Das Video habe ich im Zug von Berlin nach Wien und teilweise am Zielort aufgenommen – ach, war das eine herrliche Zugfahrt! Durchs Elbsandsteingebirge und durch Prag, die Hälfte der Zeit hatte ich ein Abteil für mich alleine und die Mitropa-Wagen der tschechischen Züge sind unübertroffen.

    (NACHTRAG 25.4.2007)

  • Nicht hauen, ich bin frisch geduscht!

    Österreichisch ist eine lustige Sprache:

    namenlos.jpg

    Gesehen in Wien, in diesem einen Park da, im soundsovielten Bezirk, der mit den zwei Flaktürmen (ob sie die im zweiten Weltkrieg mit solchen Schildern vor den allierten Bombern geschützt haben?), dieser Park, der mit „Au“ anfängt. Meine Güte, mein Gedächtnis möchte ich nicht haben!

    (Volker Strübing)