Kategorie: Weltverbesserung

  • Das glaubt mir keiner: Die DVD ist da!

    Jetzt aber wirklich: Die Kloß-und-Spinne-DVD ist da und wer will kann sie bei Voland & Quist, bei einem Händler des Vertrauens (Es muss nicht immer Amazon sein: Ich empfehle aus ganzem Herzen die Friedrich-Wagner-Buchhandlung in Ueckermünde: einfach per Email an buecher@ueckerstr79.de bzw. per Telefon: 039771 / 54 626, Lieferung erfolgt natürlich versandkostenfrei) oder – auf Wunsch mit Unterschrift/Widmung – bei mir (volker@volkerstruebing.de) bestellen.

    ACHTUNG: Wer sie noch rechtzeitig zu Weihnachten braucht, muss wohl bei mir bestellen: Alle Händler – ob kleiner Landbuchhandel oder Amazon – können wohl erst Anfang Januar liefern!

    Bleibt natürlich die Frage, wer diese DVD braucht. Die Antwort ist ganz einfach: niemand. Aber vielleicht freut sich ja jemand, wenn ihr sie verschenkt, oder ihr freut euch, weil ihr einem tollen Verlag und mir eine Freude gemacht habt. Außerdem: Wer braucht schon wirklich irgendwas von dem, was dauernd auf den Markt kommt. Nehmen wir als Beispiel das iPhone. Es gibt empirische Belege dafür, dass menschliches Leben auch schon vor seiner Markteinführung existierte. Manche Forscher gehen sogar soweit zu behaupten, sogar glückliches und erfülltes menschliches Leben sei vorher bereits möglich gewesen. Und ich will es auf die Spitze treiben und erkläre, dass ein glückliches Leben ohne iPhone erst seit seiner Einführung unmöglich ist.

    Gerade fällt mir ein, dass ich keinen kulturpessimistischen Aufsatz verfassen, sondern euch zum Kauf der Kloß-und-Spinne-DVD überreden will. Dafür, dass ich vor langer Zeit mal 2 Jahre als Werbetexter gearbeitet habe, stelle ich mich bei Eigenwerbung immer ziemlich ungeschickt an.

    Zur DVD: Sie enthält leider keine unveröffentlichten Kloß-und-Spinne-Folgen. Aber die Filme sehen ein bisschen besser aus. Ich habe sie alle nocheinmal überarbeitet und sie sind jetzt in einer sagenhaften Auflösung von 768×572 Punkten gerendert – volle PAL-Auflösung; technisch sind wir jetzt beinahe auf 90er-Jahre-Niveau! Es ist schade, dass ich die Filme von Anfang an in 4:3 gemacht habe und dabei nicht auf Title-Safe-Areas und so geachtet habe. Das ließ sich auch nicht mehr ändern, da hätte ich nochmal ein paar Wochen dran gesessen. Wir haben die Filme stattdessen in 16:9 konvertiert, mit schwarzen Rändern am linken und rechten Rand. Auf 4:3 Monitoren und Fernsehern führt das zu einem schwarzen Rahmen um das gesamte Video. Das stört nicht, aber ich möchte hier doch darauf hinweisen.

    Die DVD entält die ersten 19 Folgen (Nr.19 als „Beta-Version“) und die Quickies 1bis 4. Im Bonusteil gibt es außerdem einen unveröffentlichen Trickfilm-Clip (ohne Kloß und Spinne), die Uraltfassung des ersten Teils (für die Leute, die sagen, dass alles besser war, bevor die Figuren Haare gekriegt haben), ein „Recording of“ des ersten Teils, das beweist, dass ich alle Stimmen selber spreche, eine Trailershow und zwei Kloß-und-Spinne-Live-Videos. Ein paar Kleinigkeiten sind auch noch in den 18 Folgen versteckt. Die Gesamtlaufzeit beträgt ungefähr 140 Minuten, der Preis ist 13,90€.

    Noch etwas zum Thema FSK 16: Keine Angst, ihr könnt die DVD trotzdemn kleinen Kindern zeigen, ohne dass sie dadurch wesentlich mehr verdorben werden, als sie vielleicht ohnehin schon sind. Eine niedrigere Einstufung hätte einfach zu lange gedauert und wäre wohl auch teuer geworden.

    (VS)

  • Flattr

    So, ich probier das ab jetzt auch mal aus. Die Idee finde ich toll, sowohl als Content-Konsument als auch als -Produzent. Die ersten Buttons habe ich auf der Kloß-und-Spinne-Seite und nachträglich in meinem Posting von vor 2 Stunden eingebaut … falls sie mal jemand ausprobieren möchte 😉
    Leider kann ich zur Zeit nur die statischen Buttons einbauen. Das macht einen zusätzliche Klick nötig. Wenn man den knoip drückt, gelangt man zurr dazugehörigen Flattrseite, wo man dann links nochmal auf den richtigen Knopf drücken muss.

    (VS)

  • Gut gegessen, gut gekackt

    Ach, ist das schön. Und da behaupte ich immer, dass alle Werbung schlecht sei. „Lecker rein, locker raus“ (bzw. „LRLR“, wie eine jugendliche Bekannte es sofort übersetzte) wird sicher dauerhaft Eingang in meinen Sprachgebrauch finden. Und die Existenz eines verdauungsfördernden Ü-50-Brotes nimmt einem doch einiges an Angst vor dem Alter …

    (VS)

  • Eine bessere Welt ist möglich

    Trotz Zeitmangels und Hitzeblödheit ist es mir in den letzten Tagen gelungen, einen ziemlich einfachen 3-Punkte-Plan zur nachhaltigen Verbesserung der Welt auszuarbeiten:

    – Krieg, Armut, Folter, Terror, Umweltzerstörung und Volksmusiksendungen abschaffen

    – Mehr Hüte tragen

    – Autofahrern das Rechtsabbiegen strikt untersagen (ausnahme: Länder mit Linksverkehr)

    Punkt 1 und 2 sind ziemlich klar, zu Punkt 3 muss ich vielleicht ein paar Worte verlieren: Es ist ja nun ganz eindeutig so, dass eine große Anzahl von Autofahrern zu blöd ist, rechts abzubiegen, ohne einen Fahrradfahrer beinahe umzufahren, was zu hässlichen Kratzern im Lack führen kann. Verhindert werden die Zusammenstöße in der Regel nur durch die Fahrradfahrer, die daraufhin gerne auf die Autofahrer einschimpfen und unschön rumbrüllen, was kein Mensch gutheißen kann und den sozialen Frieden gefährdet. Natürlich könnte man auch einfach das Fahrradfahren verbieten, aber das würde ich persönlich doch als zu drastischen Eingriff in die persönliche Freiheit empfinden. Auf das Rechtsabbiegen dagegen kann Problem verzichtet werden, da sich jedes rechts liegende Ziel auch durch dreimaliges Linksabbiegen erreichen lässt.

    So, der Plan ist klar, in welcher Reihenfolge die Punkte umgesetzt werden ist mir egal, Hauptsache es passiert mal was. Jetzt kann sich zumindest niemand, der diesen Artikel gelesen hat, später vor seinen Enkeln mit den Worten: „Was hätte ich denn tuen sollen?“ herausreden.

    Heute Abend bin ich zu Gast bei LSD- Liebe Statt Drogen im Schokoladen.

    (VS)

  • Kommt alle! Morgen: 2. Mai – Internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen!

    Groggy, wie man früher sagte. Um 6 aufgestanden, vormittags gearbeitet, bis eben die Wisbyer Straße blockiert und nachher um 8 bin ich beim Kantinenlesen. Male ich es jetzt, oder besser morgen früh, das Vorder-Transparent der Demo am 2. Mai um 13 Uhr Senefelder Platz? Mal sehen. Wir sehen uns morgen zum Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen!

    (Andreas Krenzke)

  • Heraus zum 2.Mai!

    Nur ganz kurz und zwischen Tür und Angel: Ich weise darauf hin, dass auch in diesem Jahr am 2. Mai unsere Demonstration gegen den Zwang zur Lohnarbeit in Berlin anlässlich des Internationalen Kampf- und Feiertags der Arbeitslosen wieder um 13 Uhr am Senefelder Platz beginnt. www.geissel-der-menschheit.de

    (Andreas Krenzke)

  • Ich warte doch schon lange genug!

    Hatte neulich einen Glückskeks mit der Botschaft: „Die Leute werden Dich im kommenden Jahr zu ihrem Führer wählen.“ Ich gehe davon aus, dass alle Leute gemeint sind und es sich mithin die Weltherrschaft handelt, sonst hätten sie das ja genauer spezifiziert. Das freut mich sehr, erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit für das mir entgegengebracht werdende Vertrauen. Ich bin mir der großen, mit dieser Aufgabe einhergehenden Verantwortung bewusst und werde mir ziemlich viel Mühe geben, das auch ganz gut oder so zu machen (will aber auch nicht zuviel versprechen).
    Nur eine Frage werde ich nicht los: Heißt „im kommenden Jahr“, dass ich noch bis 2011 warten muss??? Och nö, kommt schon, das ist fies. Bis April habe ich noch was anderes zu tun, aber danach könnte ich loslegen!

    (VS)

  • Die unsichtbare Hand am Strand

    Durch eine Diskussion in einer Mailingliste bin ich auf Hotellings Gesetz und das „Eisverkäufer am Strand“-Problem gestoßen: Stellt euch einen hundert Meter langen Strand vor, der an beiden Seiten von Felsen begrenzt ist. Der Strand ist gut besucht und überall gleich schön, so dass Menschen ziemlich gleichmäßig über den gesamten Strand verteilt rumlümmeln. Alle freuen sich, die Sonne scheint, das Baden macht Spaß, das Sandburgenbauen macht Spaß – herrjeh, und das Sandburgenkaputtmachen erst! Um das Glück am Strand komplett zu machen, vergibt der Bürgermeister des Kurörtchens zwei Lizenzen an Eisverkäufer. „Teilt den Strand unter euch auf, ihr werdet euch schon einig!“, sagt er, dann schmeißt er sie aus seinem Büro, legt den Schlips ab und alles andere bis auf die Badehose und geht hinunter zum Strand, denn für heute hat er wirklich genug gearbeitet.
    Die beiden Eisverkäufer werden sich bei einem Kräuterschnäppschen in der Currywurstbude am Bahnhof tatsächlich schnell einig: Jeder soll seinen Stand 25 Meter von den Felsen entfernt aufbauen – der eine rechts, der andere links. So hätte jeder genau 50 Meter Einzugsgebiet, für die Hälfte der Strandbesucher wäre es näher zum linken, für die andere Hälfte näher zum rechten Stand. Da sowieso beide dasselbe Eis zum selben Preis anbieten (sie sind Cousins, das Rezept haben sie von Oma und die Milch von Omas Kuh), sollten beide ihr Auskommen haben; für Neid und Zwist bestünde kein Anlass. (mehr …)

  • Die Krise im Einzelhandel …

    … hat meiner Meinung nach nichts mit der Finanzkrise oder Sonntagsöffnungszeiten zu tun, sondern ist selbstverschuldet. Klar geben die Leute weniger aus, wenn es nur Mist zu kaufen gibt! Da geht man in ein Bekleidungsfachgeschäft und sagt: „Ich hätte gern was Schönes zum Anziehen“ und bekommt als Antwort: „Hamwer nich“. Nur dass sie in Wirklichkeit gar nicht „Hamwer nich“ sagen, sondern einen zu einem Ständer mit hässlichen Sachen führen und sagen: „Bitte schön“. Und wenn man dann sagt: „Nein, nein, was Schönes wollte ich, was Schönes!“, dann sagen sie: „Na, ist doch was Schönes“, obwohl jeder Mensch sehen kann, dass es hässliche Sachen mit blöden Aufdrucken sind, deren schlechte Qualität ein viel zu selten vorgebrachtes Argument gegen Kinderarbeit und Sweatshops ist.
    Oder man geht in einen Telefonladen und sagt, man hätte gern ein gutes Handy und bekommt das Nokia N86 angedreht. Klar, dass man da zum Shoppingmuffel wird!
    Heute wollte ich einen Kalender kaufen und ich glaube nicht, dass ich zuviel verlangt habe: Er sollte die nötigen Spezifikationen aufweisen, um aus ihm das perfekte Notizbuch zu basteln. Ein Taschenkalender mit Wocheneinteilung. Hochkant. Nicht zu teuer, aber er muss auch nicht 1,99 kosten.
    Gabs in den ganzen Schön-Schöner-Schönhauser-Allee-Arcaden nicht. „Nein, die mussten wir leider aus dem Programm nehmen, weil wir festgestellt haben, dass die Leute die gerne kaufen. Aber gucken Sie doch mal dort drüben, da haben wir eine reiche Auswahl beschissener, überteuerter Kalender, da finden Sie sicher was!“

    Nee, nee. Da gebe ich doch lieber 10 Euro für ein wirklich gutes (oder zumindest: wirklich interessantes) Radio aus.

    Wir haben es geschafft. Fast. Ab Mai 2010 können wir senden. Ein freies Kulturradio in Berlin. Kontinuierlich für ein Jahr. Auf UKW 88,4 MHz. Alles ist da. Nur das Geld für die Gebühren fehlt. 50.000 Euro. Wer soll das bezahlen? 300 Herbstradiomacher schaffen das nicht. Schon gar nicht bis 31. Januar 2010. Das ist der Stichtag für den Antrag bei der Medienanstalt. Jetzt sind alle gefragt: Sendemacher, Veranstalter, Hörer. 5000 Leute. Jede/r ein Zehner.

    Wie sich ein freies Kulturradio anhört? Nehmt einen beliebigen Radiosender und lasst einfach drei Dinge weg: Hits, Profis, Spam. Bei uns suchen Sendemacher noch selbst ihre Platten aus. Sie haben etwas zu sagen und behandeln Hörer nicht wie Kleinkinder. Information ja, Werbung nein. Humor ja, Comedy nein. Musik klar, Rotation weg. Ist doch total einfach.

    Jetzt muss ich nur noch dran denken, die Überweisung zu erledigen …

    (VS)

  • Nicht, dass ich ihn ihr nicht gönnen würde …

    _MG_1980

    Das Bild trägt den Titel: „Ich, beim Lesen derZeitung darüber nachdenkend, ob es, wenn Barack Obama, der bis zum Hals in zwei Kriegen steckt, den Friedensnobelpreis bekommt, weil er irgendwann mal Frieden machen und abrüsten und so will, nicht fair gewesen wäre, mir dieses Jahr als kleine Aufmunterung für die ursten Romane, die ich bestimmt irgendwann schreiben werde, schonmal den Literaturnobelpreis zuzuerkennen“

    Ein gewisses literarisches Talent macht ja immerhin schon der Bildtitel deutlich. Im Zuge des Nachdenkens kam ich übrigens zu dem Schluss, dass es zwar durchaus fair wäre, ich mir aber nicht ewig die nörgelnden Fragen, wann ich nun endlich Ergebnisse liefere, gefallen lassen müssen will. Auch ´n toller Satz, finde ich.

    (VS)