Kategorie: Weltverbesserung

  • Helft der Chausse der Enthusiasten!!!

    Ich habe ja zur Zeit die große Ehre und das Vergnügen Kirsten Fuchs während ihrer Babypause bei der Chaussee der Enthusiasten zu vertreten. Eigentlich fand die Chaussee (wie wir sie lax nennen) immer im RAW-Tempel in der Revaler Straße in Berlin Friedrichshain statt. Aber da ist alles irgendwie oll zur Zeit: das Bauamt hat die Stenzer-Halle gesperrt (ohne sich darum zu kümmern, was aus den Veranstaltungen werden soll, naja, Ämter und Behörden, wenn ich jetzt mit dem Thema anfangen würde…), das Ambulatorium ist schon ewig zu, außerdem haben sie dort einen Investor, der aber überhaupt nichts investiert, jedenfalls nicht in die Kultur, und nichts unternimmt, um dem RAW zu helfen. Wozu ist so ein Investor überhaupt gut, wenn der nichts besser macht? Gerüchte behaupten, der will nur die Immobilie – aber das kann ich mir gar nicht vor… quatsch, natürlich kann ich mir das vorstellen. Der Chaussee droht die Obdachlosigkeit. Gestern waren wir im Restaurant Turnhalle in der Holteistraße. Das war schön – aber eben gestern.

    Lange Rede kurzer Sinn, wer einen tollen Veranstaltungsort für eine der besten Lesebühnen der Stadt, und definitiv der besten Friedrichshains, kennt: Bitte unbedingt melden und mitteilen. Wer die Kommentarfunktion vermeiden möchte mailt mir an krenzke(ät)web.de oder wendet sich an gleich an die (wie wir sie lax nennen) Enthusiasten: chaussee(ät)enthusiasten.de.

    Es müsste in Friedrichshain sein und 150-300 Zuschauerinnen sollten reinpassen. Betreiber und Personal sollten sich über Kunst und Kultur freuen können, die Zuschauer über preiswerte Getränke und die Künstler über funktionierende Technik. Da muss es doch was geben!

    Ein ulkiges, kleines Gefühlchen war das übrigens gestern, nach 30 Jahren mal wieder an meiner alten Schule vorbeizulaufen, und durch die Straße wo wir damals gewohnt haben, in unserer ehemaligen Wohnung brannte Licht…

    (Andreas Krenzke)

  • Lasst uns in ein paar Wochen über Gerechtigkeit reden

    Ich sitze im Zug. Es ist Sonnabend, der Zug ist voll und von den achteinhalb Stunden von Bern nach Berlin liegen noch sieben vor mir. Ich mache die Beine lang, räkel mich an einem Vierertisch, ein Schaffner kommt vorbei und gibt mir ein Tütchen Studentenfutter. Ich fahre erster Klasse und hinten im Zug stapeln sich die weniger Glücklichen: Die Upgrade-Gutscheine, die ich für meine Bahn-Bonus-Punkte bestellt habe sind gerade rechtzeitig am Donnerstag angekommen. Ich wusste, dass der Zug in die Schweiz am Freitag voll wie ein Spamverdachtsordner sein würde. Am Montag erst habe ich die Erste-Klasse-Upgrades bestellt, die Bearbeitungszeit sollte eigentlich 10 Tage betragen, nein, da könne man nichts tun, um das zu beschleunigen, aber ich habe gebetet, dass ein Wunder geschehen möge und das Wunder geschah (es gibt also offensichtlich doch einen Gott und dass er soviel Elend in der Welt zulässt,  liegt nur daran, dass er sich ständig mit Kleinkram wie Upgradegutscheingebeten herumplagen muss – vielen Dank dafür an dieser Stelle).

    Gestern war sogar die erste Klasse voll (wahrscheinlich wegen der ganzen Möchtegern-Erstklässler mit ihren blöden Upgradegutscheinen!), ich hatte die ganze Zeit über nicht einmal einen Vierertisch für mich alleine, aber immerhin hatte ich einen Doppelsitzplatz und konnte arbeiten und rumlümmeln, worüber ich sehr froh war, nachdem ich mal einen Blick in die Plebswaggons geworfen hatte. Für einen Moment hatte ich dann einen sehr sozialen Gedanken: „Erste Klasse für alle!“, dachte ich, aber dann fiel mir ein, dass ja das schöne an der ersten Klasse nicht der etwas bequemere Sitz oder das Studentenfuttertütchen ist, sondern die Tatsache, dass die meisten Menschen es sich nicht leisten können. Normalerweise bin ich ja ein Zweiteklassemensch, einer von denen, die sich hinter der offiziell klassenfreien Zone des Bordrestaurants ungewollt näher kommen; eigentlich sollte ich „Zweite Klasse für alle“ fordern, um die Sitzplatzsituation im Zug insgesamt ein wenig zu entspannen. Doch für Bonuspunkte und First-Class-Upgrades wird die Klassensolidarität verkauft, ach was: weggeworfen. Meine alte Pionierleiterin wäre enttäuscht von mir. Bis meine 6 Gutscheine aufgebraucht sind, braucht mir niemand mit sozialistischen Ideen kommen.

    (VS)

  • Der beste 2. Mai, den es je gab!

    War das schön! Die schönste und größte 2.-Mai-Demo

    2. Mai 2009, Berlin
    2. Mai 2009, Berlin

    der Geschichte! Die Polizei zählte 300 Teilnehmer. Dicken Dank und ein großes Kompliment: an alle Menschen, die den HiFi-verdächtigen Lautsprecherwagen geschoben haben, für die vielen hochwertigen Redebeiträge, an die beiden AnmelderInnen Sabinchen und Olaf, die Antifa Nordost, an alle, die Plakate geklebt und Flyer verteilt haben und an alle, die ich hier gerade vergesse…! Wir waren Toll! Ich freue mich auf nächstes Jahr. Wäre doch gelacht, wenn wir dann nicht die Tausendergrenze knacken.

    (Andreas Krenzke)

  • Wichtig! Morgen: alle heraus zum 2. Mai!

    Ein komisches Gefühl irgendwie. In den letzten vier Jahren habe ich mich um sie gekümmert, sie überall angemeldet, ihretwegen herumtelefoniert, habe für sie gebastelt und bin sogar bei der Polizei gewesen wegen ihr. Und dann, an ihrem großen Tag, bin ich immer ganz aufgeregt mit ihr durch Prenzlauer Berg gelaufen. Aber morgen kann ich das zum ersten mal nicht tun. Morgen muss ich arbeiten. (Welche Ironie!) Aber hey, sie ist jetzt fünf Jahre alt, da kann sie ruhig schon mal alleine auf die Straße, zumal sich morgen liebe Freunde und Kollegen um sie kümmern werden. Und Ihr alle, ihr alle könnt – ach was: ihr müsst einfach – mitkommen. Und ich verspreche auch, sofort nach Feierabend loszuflitzen und spätestens auf der Abschlusskundgebung einen Redebeitrag zu halten.

    Die Rede ist von der Großen Machtvollen Demonstration am 2. Mai, dem internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen. Um 13 Uhr am Senefelder Platz in Berlin geht es los.

    Gegen den Zwang zur Lohnarbeit! Für ein bedingungsloses Grundeinkommen! Gegen die Diskriminierung Arbeitsloser! Für Rationalisierung und Fortschritt! Gegen sinnlose Produkte! Denn Leben ist kein Lohn!

    (Andreas Krenzke)

  • Heraus zum 2. Mai!

    Heute um 19 Uhr treffen sich alle Interessentinnen und Interessenten zur „Informationsveranstaltung 2. Mai“, einer Informationsveranstaltung zum 2. Mai, dem internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen. Es geht darum, die machtvolle Demonstration vorzubereiten und mitzugestalten. Wer mitmachen möchte, oder bloß dabei sein – heute und am 2. Mai – ist eingeladen. Baiz, Tor- Ecke Christinenstraße.

    (Andreas Krenzke)

  • Ich musste es einfach tun …

    … ich musste dieses Sachbuch bestellen: „Mit verkleinerten Menschen in eine bessere Welt“ Hat hier endlich jemand die Lösung für die Probleme der Menschheit gefunden und kann uns den Weg in die Zukunft aufzeigen? Und wie wird sich meine Bestellung auf den aktuellen Amazonrang des Buches (897.512 897.673) auswirken?

    (V.S.)

    UPDATE, 3 Stunden später: Boh, meine Bestellung hat das Buch auf Platz 25.633 katapultiert! Oder hat sonst noch ein Leser hier das Buch bestellt?

  • Heraus zum 2. Mai 2009

    Viel ist noch nicht drauf, auf der Seite www.geissel-der-menschheit.de aber das wird noch. Für alle Freundinnen und Freunde des 2. Mai, des internationalen Kampf- und Feiertags der Arbeitslosen.

    (Andreas Krenzke)

  • Was ist das?

    Mal wieder ein Quiz, diesmal ei ganz leichtes, nachdem das letzte Schnipselfriedhofsratespiel trotz attraktiver Preise noch immer einer endgültigen Lösung harrt.
    Trotzdem gibt es sage und schreibe 1.000.000 Punkte für jeden, der die richtige Antwort weiß! Egal, ob er sie hier reinschreibt oder nicht, nur wissen muss er oder sie sie! Kein Einsendeschluss! Und man darf abgucken! Es sind genug Punkte für alle da!

    Also: Was ist das?

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    So, und jetzt unterschreibe ich schnell die Petition, weil schließlich auch für alle genug Geld da ist 🙂 Und dann fahre ich zurück nach Berlin 🙁

    Tschüß, Sylt!

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    (Volker Strübing)

  • Petition zeichnen!

    Nur noch 3 Tage, nur noch bis Dienstag dem 17.2. kann die Petition „Der Deutsche Bundestag möge beschließen … das bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen.“ online gezeichnet werden. Also: ran ans Netz!

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen mag weder die perfekte, noch die einzig denkbare Lösung sein, um den Zwang zur Lohnarbeit abzuschaffen, aber ich finde, es ist die einfachste, und nicht nur dafür.

    (Andreas Krenzke)

  • Spiders Trick- und Tip-Kiste: Guter Rat – nicht teuer! (2)

    Heute brandneu bei Mirko (Ja, man muss das Rad nicht zwei mal erfinden, man darf ruhig auch mal geniale Ideen stibitzen. Der übergroße Nutzen der sich für einen selbst und für alle weiteren Nachahmer daraus ergibt, und der dem ursprünglichen Erfinder ja nicht verloren geht, rechtfertigt dies ethisch zur Gänze, solange man sich nicht mit fremden Federn schmückt oder sogar einen Gewinn dadurch erwirbt.) abgeschaut: Frische Fleischereiwaren in der Kapuze des eigenen Anoraks transportieren und so beim flanieren beide Hände frei haben. Funktioniert auch bei anderem Einkaufsgut nicht zu hoher Masse oder Ausdehnung – aber natürlich nur, so lange man die Kapuze nicht aufsetzt.

    (Andreas Krenzke)