Kategorie: Zumutungen

  • (krea)tief gesunken

    Tut mir leid wegen des Titels, aber man darf die Wortspielereien nicht den Dingens von der BZ überlassen. (Mir fiel außer „Dingens“ grad nichts ein. Verbrecher darf ich sie nicht und Journalisten will ich sie nicht nennen.)

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    Zwei Zeitungen weiter lag die Zeit im Regal, deren aktuelles Titelthema die wachsende Homophobie ist.
    Okay, man kann darüber streiten, ob solche Rollenspiele in den Unterricht gehören, und ja, die BZ hat das Thema gar nicht aufgebracht, sondern die FDP (die „Liberalen“, haha!), und ja, männliche Homosexuelle nennen sich selber schwul – aber niemand kann mir erzählen, dass die BZ-Redaktion nicht wüsste, dass „schwul“ für einen Großteil ihrer Leser weiterhin ein Schimpfwort ist, und wie diese Schlagzeile auf diese Klientel wirkt. Dass damit kein Beitrag für gegenseitiges Verständnis geleistet, sondern der Graben vertieft wird. Dass man sich heute abend an diversen Stammtischen darüber ereifern wird, was diese Scheißlehrer unseren Kindern beibringen, nämlich immer nur: „Deutschland ist schlecht und Juden und Schwule sind gut, wat vernümpftjes lern‘ die doh nich mehr, so siehts doch aus Alter, ich sag ja nüscht, aber früher hätt’s das nicht gegeben, mehr sag ich ja gar nicht, Alter, und demnächst führen sie noch die Schwulpflicht ein, haha!“

    Wenn man ihn fragt, wird der verantwortliche Redakteur wahrscheinlich von der kreativen, witzigen Wortspielerei schwärmen.

    Ich habe mir für die Zugfahrt die SZ gekauft, die ich recht angenehm finde. Leider ist mir trotzdem beim Durchblättern alles hochgekommen, als ich auf eine Werbeanzeige von Sixt stieß:

    „Damit Sie noch günstiger Autos mieten können, haben wir unsere Werbeleute im Preis gedrückt.“ Dazu posieren Holger Jung und Jean-Remy van Matt – Deutschlands bekannteste und mit erfolgreichste Werbedingens (465Millionen Jahresumsatz laut Wikipedia) – als Penner. Da passt „(krea)tief gesunken“ wie die Faust auf’s Auge.

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    Wie lustig, wie originell, wie herrlich selbstironisch (wegen dem „Geiz ist doch nicht geil“-Schild, haha!), wie frech, wie widerwärtig zynisch und absolut zum Kotzen!

    Viele Grüße aus Bamberg

    (Volker Strübing)

  • Arschparade

    Oh Mann, blöder Fehler. Wollte gerade nach einem langen Tag und Abend am Computer eine Runde mit dem Fahrrad drehen und bin die Schönhauser Allee runter gefahren. Die Schönhauser Allee! Freitag Nacht! Ich muss es mir aber auch immer auf’s Neue beweisen, dass der Ballermann inzwischen  eine Zweigstelle in meiner Nachbarschaft  unterhält. Unmassen von jugendlichen Sufftouristen, alle brüllen und heben ihre Scheißbecksflaschen in die Höhe und lungern unglaublich gerne auf Fahrradwegen rum. Dreimal bin ich von Ärschen mit glasigen Augen angebrüllt worden, dabei habe ich nur einen ganz leicht mit dem Ellbogen gestreift. Da hilft auch alles Klingeln nüscht. Die meisten sind gegen 0.00 Uhr schon in einem Zustand, wo sie sich für unbesiegbar halten oder überhaupt nicht mehr verstehen, was um sie herum vorgeht.

    Und dann öffnet sich kurz vor mir die Beifahrertür eines unbeleuchteten Autos auf den Fahrradweg und verhilft mir fast zu einem Asphaltköpper. Und trotzdem hätte ich den Typ am liebsten auf ein Bier eingeladen – weil er „Oh, Entschuldigung“ gerufen hat, statt dem üblicheren „Böhö, musste halt aufpassen, hähä!“

    (Volker Strübing)

  • Spaß mit Windows – 53725482081135281. Folge

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    Und womit habe ich diesen Screenshot gemacht und ins Netz gestellt, du Arsch?!

    (Volker Strübing)

  • Genverseucht

    Dieses Wort prangte gestern auf Seite 1 des Berliner Kuriers. (Kann mich nicht mehr an die ganze Schlagzeile erinnern, es ging jedenfalls um dieses Thema). Eklig ist, dass die Leute, die so etwas unter die Menschen bringen, genau wissen, dass sie Dummheiten verkaufen.

    Mich hat das Wort an ein albernes Lied erinnert, dass ich vor 7 oder 8 Jahren geschrieben und genau einmal gesungen habe. Darin hieß es:

    Willst Du leckere Salate
    würz‘ mit Genen die Tomate

    Vielleicht sollte ich es mal wieder rauskramen 😉

    (Volker Strübing)

    PS: Die Googlesuche nach dem Wort „genverseucht“ bringt traurige 280 Treffer …

  • Bombengeschäft

    Gerade habe ich in die dümmliche Trash-SciFi-Serie Primeval auf Pro 7 reingeschaut. In einem britischen Wald hat sich ein Zeitfenster aufgetan, durch das nun allerlei schlecht animierte Viecher aus der Vergangenheit in unsere Zeit spazieren, die Kinderzimmer von zufälligerweise Sauriermodelle sammelnden Kindern verwüsten und – ein bisschen Spaß muss sein – unsympathischen Nebenfiguren auf die Schulter kacken.
    In der Werbepause tat sich dann überraschend ein Fenster in die Zukunft auf. In die Zukunft von Fernsehen und Terrorismus um genau zu sein. Pro 7 bewarb die Ausstrahlung des Blockbusters „Der Anschlag“ am Sonntag. Am Ende folgte der Hinweis: „Der Anschlag wird ihnen präsentiert von Radeberger“.

    (Volker Strübing)

  • Bodensee bizarr

    Mit einem Schienenersatzverkehrsbus durch Radolfzell am Bodensee. Vorbei am Tattoo- und Piercingstudio „Swastika“ und einem Kriegerdenkmal, das aussieht, als hätten es die Nazis gebaut. Und das in einem Ort, der „Adolf“ im Namen führt, jeijeijei.

    Und zum Kompott kriegt man am Bahnhof nicht mal ein vernümpftiges Schnitzel.

    (Volker Strübing)

  • Dann lieber Depressionen

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    Ist das nicht unfassbar grauenvoll? Humor- und Spaß-Experten an Infoständen! Klinik-Clowns! Duftige WC-Jonglierkunst!?!?! Bis einer heult!

    (Volker Strübing) 

  • Alter Sack im Teenieschlüpfer

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    Hab ich Geburtstag gehabt, bin ich 36 geworden, so alt musste erst mal werden, Alter, (mehr …)

  • Der alltägliche Käserindenfaschismus

    Da kommt man zurück von einem Kurzurlaub an der Ostsee, und was findet man? Sowas:

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    (gesehen Greifenhagener- / Kuglerstraße)

    Immerhin ist es zerbrochen, was wahrscheinlich den so oft verteufelten Tauben zu danken ist, die sich daran zu schaffen machten, bevor ich sie durch mein Kommen vertrieb.

    (Volker Strübing)

    PS: Hoffentlich mache ich mich jetzt nicht wegen der Verbreitung verfassungsfeindlicher etc. strafbar …

    PPS: Ja, eigentlich hätte ich lieber schöne Bilder vom schönen Urlaub hier veröffentlicht, aber an der Ostsee habe ich kaum fotografiert. Schlimm, schlimm, ich packe Kamera oder Fotohandy nur noch aus, wenn ich schlimme oder bekloppte Sachen sehe, das ist doch nicht normal, ist das doch nicht …

    PPPS: Wer trotzdem schöne Ostseefrühlingsurlaubsbilder (wenn auch nicht aus meinem, sondern aus Anikas Urlaub) sehen will, muss hier klicken.

    PPPPS: Schade, dass mein neues Handy soviel besser aussieht, als die Fotos, die man damit machen kann … da nimmt man nun schon extra eins mit 1,3 Megapixel, und das Ergebnis sieht trotzdem aus wie ein schlechter Scan eines mit einer Wegwerfkamera gemachten und in einer fragwürdigen Fotobude irgendwo in Zentraljava entwickelten Bildes. Naja.

    5P+S: Schluss jetzt.

  • Warum ich WordPress so mag …

    Das Computer ab und zu abstürzen oder nicht so funktionieren, wie man sich das wünscht, ist ärgerlich, aber nicht zu ändern. Kein Grund sie oder die Programmierer zu hassen. Eigentlich. Es sei denn man wird noch durch unverständliche Fehlermeldungen genervt. Wenn dann noch der „schwere Ausnahmefehler an Adresse 7246a24934ab349de249c478“ zur Regel wird und der Rechner einen nach dem Totalabsturz mit dem Hinweis begrüßt: „Sie haben Windows nicht ordnungsgemäß heruntergefahren“, dann kaufen sich die Leute Macs, nur um festzustellen, dass diese genauso abstürzen und blödsinnige Fehlermeldungen produzieren und zudem nur eine Maustaste haben (zumindest war das vor ein paar Jahren noch so, als ein Job mich zur Arbeit am Mac verdammte).

    Ich glaube, es wäre alles kein Problem, wenn die Betriebssystemprogrammierer sich nur etwas mehr Mühe mit den Fehlermeldungen geben und ein bisschen in die geplagten Nutzer hineinversetzen würden. Das hier hat mir WordPress vorgestern als Fehlermeldung angezeigt:

    komisch.gif

    Das fand ich süß. Man sieht fast den bedrüppelten Blick der errötenden, händeringenden Programmierer vor sich. Da kann man gar nicht mehr böse sein. Seitdem hab ich WordPress mindestens doppelt so lieb.

    (Volker Strübing)