Kategorie: Zumutungen

  • Almanach der Albträume – Heute: A wie Abmahnangst

    In meinem gestrigen Beitrag habe ich das Foto des Logos eines zahntechnischen Betriebes sowie eine zweite, von mir veränderte Version dieses Logos veröffentlicht. Das tat ich recht arglos, es war ja nur ein kleiner unbedeutender Schmunzelscherz. Dann erhielt ich eine Email von einem Fotografen, der so freundlich war, mir aus eigener Erfahrung den Rat zu geben, diese Bilder rasch zu entfernen bevor irgendein gieriger Abmahngeier sie findet und mir ein Mahnbescheid über hunderte Euros ins Haus flattert.

    Da habe ich nun gerade gar keine Lust drauf. Mit hunderten von Euros kann man soviel schönere Dinge machen, als sie Menschen, um deren Seelenheil ich mir ernsthafte Sorgen mache, in den Rachen zu werfen. Man kann das Geld zum Beispiel verbrennen und dem heimeligen Knistern der Flammen lauschen. So gerät es wenigstens nicht in die falchen Hände. Vielleicht fällt einem sogar was noch besseres ein!

    Einen Moment schämte ich mich für diese vorauseilende Kapitulation. Aber dann sagte ich mir: Das war kein Beitrag, um den es sich wirklich zu kämpfen lohnt. Nur: wo ist die Grenze. Was müsste passieren, damit ich mein Recht auf Meinungsfreiheit und Satire (so wie ich es verstehe) verteidige und dabei das Risiko eingehe, dass aus ein paar hundert Euro ein paar tausend werden. Und hätte ich „hundert“ und „tausend“ eigentlich groß schreiben müssen? Die Antwort, mein Freund, weiß ganz allein der Wind …

    (Volker Strübing)

  • Ärgernis: Fahriger Journalismus

    Ein guter Rat an alle Schreibenden besagt, man solle nicht öffentlich auf Kritik reagieren, da man sonst schnell als eingeschnappte Leberwurst dasteht und den Eindruck vermittelt, von der eigenen Unfehlbarkeit überzeugt zu sein. (Leider ist guter Rat an mich meist verschwendet. )
    Auch las ich erst neulich, dass es ganz unnütz, ja sogar schädlich sei, Dinge, die man widerlegen wolle, zu wiederholen und der Wahrheit – bzw. der eigenen Meinung – gegenüberzustellen, da man damit nur zur Verbreitung dessen beitrage, was man doch am liebsten aus der Welt hätte.
    Und schließlich sagte schon Lichtenberg:

    Unempfindlichkeit gegen den Neid und die Bösartigkeit von anderen ist eines der sichersten Anzeichen für einen bedeutenden Geist, und weil sie so gut gerechtfertigt werden kann, ist sie auch einer der massivsten Racheakte, die sich denken lassen.

    (zitiert nach Marcus Hammerschmitt: „Bewunderer, Besserwisser und Feinde“)

    Andrerseits möchte ich mich in Bescheidenheit üben und deshalb durch Missachtung dieses Aphorismus den Eindruck vermitteln, kein bedeutender Geist zu sein. Um mal einen alten Schnipselfriedhofsschnipsel zu zitieren:

    Wie sagte doch der Kellner, als er mir gestern in der Kneipe eine neue Kerze brachte? “Hier hast du noch ein kleines Licht.” Hab ich mir “das kleine Licht” angeguckt und gedacht: Na super. Gleich und gleich gesellt sich gern …

    Jedenfalls: Jemand hat was Doofes über mich und LSD geschrieben und ich werde mich jetzt ein bisschen darüber aufregen. (mehr …)

  • Immer dasselbe!

    So ein Ärger. Dieses Wochenende wollte ich nun endlich mein Bad tapezieren, die Berlin-Marathon-Strecke ablaufen (am eigentlich Termin rennen da zu viele andere Leute rum und stehen im Weg), einen zweiten Roman schreiben, abwaschen, ein Universalserum gegen Krebs und Aids und schlechte Laune zusammenrühren, die Telekom vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg zerren, die DVDs mit der kompletten „Firefly“-Serie angucken und es mir gut gehen lassen. Und dann: Hexenschuss. Es ist doch zum Mäusemelken!

    (Volker Strübing) 

  • Das Lexikon der bösen Menschen – Heute: D wie Dielenabschleifer

    Wer Dielen abschleift oder abschleifen lässt, handelt bewusst unsozial. Zuerst natürlich durch das Dielenabschleifen selber, eine stundenlange Tortur für alle Nachbarn. Der böse Mensch nimmt dies bewusst und achselzuckend als Kollateralschaden in Kauf. Dies ist umso verwerflicher, als sich Dielenabschleifer häufig ausgerechnet in Nachbarschaften niederlassen, in denen es einen großen Anteil an Heimarbeitern, lernenden Studenten und auschlafenmüssenden Künstlern gibt. Um den Effekt zu verstärken, wird stets bei offenen Fenstern abgeschliffen. Dabei wäre es ein leichtes für den Abschleifer, alle Fenster und Türen beim Abschleifen geschlossen zu halten und alsbald am Staub zu ersticken, womit allen gedient wäre.

    Für den Menschen, der eine Etage unter den nun abgeschliffenen Dielen wohnt, beginnt das Martyrium erst, wenn es für alle anderen überstanden ist. Wenn nicht eine Trittschalldämmung eingebaut wurde (und wo wird sie das schon?), wird ihn in in den folegenden Jahren täglich, allabendlich, oft genug auch mitten in der Nacht das Getrampel des über ihm wohnenden bösen Menschen (in Zukunft kurz Überbös genannt) quälen. Gern rennt der Überbös in Schuhen durch die Wohnung, weil doch das Parkett so kalt ist, dass er nicht barfuss gehen kann und so rutschig, dass Socken nicht in Frage kommen. Und am meisten Spaß macht es natürlich, immer und immer wieder über die eine knarzende Diele zu latschen!

    Es mag übrigens durchaus unböse Menschen unter den Dielenabschleifern geben – abgeschliffene Dielen sind nur ein Indiz, kein Beweis für Bosheit und man muss im Einzelfall sicher auch mildernde Umstände (wie etwa eine behütete, großbürgerliche Kindheit) prüfen.

    Was soll man von Menschen halten, die statt kuschelig-weicher Auslegware kalte, menschenverachtende Holzdielen bevorzugen? Geht es ihnen nur darum, dass sie sich darin zumindest ansatzweise spiegeln können? Das klingt nach einer guten Arbeitshypothese, denn dass es sich bei Dielenabschleifern um Menschen handelt, die vor allem oder ausschließlich sich selbst lieben, habe ich wohl hinreichend belegt.

    Gut, abgeschliffene Dielen sehen schön aus, das gebe ich zu, die Farbe fetzt, das Muster fetzt, das wäre mal ein schönes Motiv für kuschlig-weiche Auslegware und wer unbedingt echte Dielen braucht, kann sie doch auch hochkant an die Wand nageln, dann braucht er nicht einmal den Blick senken, um sie zu bewundern. Und abschleifen soll er sie irgendwo außerhalb der Wohnung. Kann man nicht auf irgendeinem Flughafen oder Truppenübungsplatz ein Eckcken für Abschleifer freiräumen? Eine bessere Welt ist möglich.

    (Volker Strübing)

    PS: Jaja. Ich hab auch abgeschliffene Dielen. Von meiner Vormieterin übernommen, die mir noch ganz andere schlimme Dinge angetan hat – egal, anderes Thema.

  • MinSeLeb

    Mancher schreibende Kollege empfiehlt, morgens nach dem Aufstehen erstmal ein paar Minuten einfach draufloszuschreiben, rauszulassen, was einem gerade durch den Kopf geht. Traumfetzen, Gedanken, sinnlose Geschichten, Hasstiraden, eine Anekdote, an die man sich erinnert – egal. Nicht nachdenken, nicht korrigieren, keine Selbstzensur, einfach nur schreiben, schreiben, schreiben. Hinterher kann man das Geschriebene bedenkenlos wegwerfen; es ging schließlich nur darum, in die Gänge zu kommen, sich warmzuschreiben sozusagen.

    Ich habe mit dieser Methode schlechte Erfahrungen gemacht. Das gute Gefühl schon einen Text geschrieben zu haben, löst bei mir wohlige Feierabendstimmung aus. Ein Text pro Tag ist schließlich genug! Ich wäre froh, wenn ich diesen Schnitt halten würde.

    Dennoch ist die Versuchung groß jetzt genau das zu tun, einfach schreiben, schreiben, schreiben ohne nachzudenken, ohne zu korrigieren, ohne Selbstzensur. Mit großer Schrift meine Internetklowand beschmieren. Das  Internet mit Gedankenmüll vollmachen, bis es platzt. Unschuldigen Lesern Lebenszeit stehlen.

    Und das alles nur, weil ich, solange ich schreibe, eine gute Ausrede habe um nicht bei der Telekom-Rechnungsstelle anzurufen. Ich bin schon gestern in der Telekomfiliale nicht ausgerastet – obwohl ich allen Grund gehabt hätte – ob ich das heute am Telefon nochmal schaffe? Die Telekom ist eines der Hauptwerkzeuge des Ministeriums zur Senkung der Lebensqualität (MinSeLeb), von dessen Existenz viele Bürger ja gar nichts wissen. Durch intensive Nachforschungen Nachdenken Gespräche beim Bier haben Spider und ich zufällig vor einigen Jahren das Geheimnis gelüftet. Leider haben wir die Aufklärungsarbeit sträflich vernachlässigt. Ich gelobe Besserung.

    So. In einer Stunde muss ich losfahren. Nach Potsdam, geheimnisvollen Dingen entgegen, von denen ich hoffentlich nachher berichten kann. Eine Stunde, puh, das wird knapp. Ich muss ja auch noch Zähneputzen und Schuhe anziehen, nee, nee, also bei der Telekom anrufen, schaffe ich jetzt nicht mehr, oder?

    Außerdem habe ich ja jetzt schon einen text geschrieben und gerade macht sich so ein wohliges Feierabendgefühl breit. Will ich mir das von den Mächten der Finsternis verderben lassen?

    Hm. Es führt wohl kein Weg dran vorbei.

     (Volker Strübing)

  • Schnipsel vom 14.8.2007

    Also diese Alten von heute!

    Ich gehe in den Zeitungsladen, um mir eine Zeitung für die Zugfahrt nach Berlin zu kaufen. Meine Gitarre stelle ich an der Kasse ab, um die Hände frei zu haben. Dann hole ich mir eine Süddeutsche und bin zeitgleich mit einem älteren Herren zurück an der Kasse. Ich lasse ihm den Vortritt; er aber schüttelt den Kopf und will mich vorlassen. So geht es kurz hin und her, dann sage ich „Danke“ und bezahle. Als ich dies tue, sagt er mit giftiger Stimme: „Sie hatten ja schon ihr Gepäck da deponiert, gleich als sie reingekommen sind, ne?!“ Und zu einem zweiten alten Mann: „Den Trick merken wir uns, was? Erstmal Platz an der Kasse reservieren, dann Zeitung aussuchen.“ Der andere nickt und schnaubt bestätigend.

    Schade, dass mir in diesem Moment mal wieder nichts schlagfertiges eingefallen ist. Zum Beispiel hätte ich sagen können: „Ich hoffe, du stirbst bald, du armer, verbitterter Mann. Das wäre das beste für dich. Für alle anderen natürlich auch.“

    Hilferuf

    Kann jemand ein gutes, schnell und stark wirkendes, einfach zu beziehendes Beruhigungsmittel empfehlen? Ich muss morgen in die Arcaden zur Telekom, die gerade eine Rechnung für einen gekündigten Telefonanschluss geschickt hat. Oh Mann, wenn ich dort morgen lange warten muss und dann auch noch den schmalzhaarigen, blasierten Möchtegernirgendwas (weeß icke, was der gern möchte – vom Kunden arrogant behandeln jetze mal abgesehen) als Kunden“betreuer“ bekomme, und der mir seelenruhig erzählt, dass … oh nee, nicht dran denken, nicht jetzt schon wahnsinnig werden … vielleicht wird ja alles gut.

    Von Brasilien lernen!

    Zu Beginn des Jahres schockte der Bürgermeister von São Paulo, Gilberto Kassab, die PR-Branche seiner Stadt, indem er jede Werbung im Stadtbild verbieten ließ. Seither ist São Paulo die weltweit erste Metropole ohne Banner, Poster und Plakate.

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/301/128092/

  • Schnipsel vom 2.8.2007

    • Immer häufiger ziehen sich die Verkäuferinnen und Verkäufer in Backshops, Bahnhofsimbissbuden, Baguetteschmierereinen wie Subways (englisch für „unterwegs“ – ich entschuldige mich für diesen urst lustigen blöden Witz 😉 hässliche Handschuhe aus durchsichtiger Folie an, ehe sie sich ans Werk machen. Ich mag alle drei genannten Ladenkategorien ohnehin nicht besonders und dies ist nur ein Grund mehr, sie zu meiden. Das sieht irgendwie unangenehm medizinisch aus. vermutlich soll es besonders hygienisch wirken, aber für mich erlaubt es nur zwei Deutungen: Entweder die Hände der Angstellten sind so eklig, dass man sie nicht in Kontakt mit Nahrungsmitteln kommen lassen darf oder die Nahrungsmittel sind so eklig, dass die Berührung den Angestellten nicht zuzumuten ist.
      Beides nicht besonders appetitanregend.
    • Da schalte ich den neuen Computer an, es macht Piep!, ein paar Zahlenkolonnen und Bootinformationen huschen über den Bildschirm. Dann wird dieser wieder schwarz, die Festplatte klackert noch kurz, dann ist Feierabend und eine unnatürliche Stille breitet sich aus. Sämtliche Farbe weicht aus meinem Gesicht. Ich sage ganz langsam, ganz leise „Ooooooo neeeeiiiiinnn!“
      Ist dies nun endlich der richtige Anlass um Durchzudrehen? Zeit zu beweisen, dass nicht Killerspiele zu Amokläufen führen, sondern Computer ganz allgemein?
      Bevor ich mich entscheiden kann, erscheint der Windows-Ladebalken und wenige Augenblicke später ist der Rechner betriebsbereit. Ich brauche einen Moment, bis ich begreife, dass ich von meinem alten Rechner an einen staubsaugerlauten Lüfter gewöhnt war und Stille bedeutete, dass der Computer ausgeschaltet oder abgestürzt war …
      Mann, mann, mann, wenn man den Schreck erst mal verdaut hat, ist ein leiser Rechner eine echte Freude.
    • Eine Freude, die etwa eine halbe Stunde währte. Dann fingen sie an, mit schwerem Gerät die schöne verwilderte Unkrautecke in unserem Hinterhof plattzumachen und zu planieren. Jetzt klopfen sie gerade Steinplatten fest.

      Die Welt ist nicht schön, nein sie ist nicht schön
      Schön ist sie nur, wenn wir träumen …

      (Die Kassierer)

    (Volker Strübing)

  • Wenn man es am wenigsten brauchen kann …

    … macht es leise „moep!“, der Bildschirm wird schwarz und der Geruch verbrannter Plaste macht sich im Zimmer breit.

    Andererseits: Wann kann man es schon brauchen?

    Aber verdammt, es hätte vielleicht keinen guten Zeitpunkt dafür gegeben, aber zumindest einige weniger schlimme. Scheißescheißescheiße! Zum Glück habe (bzw. hatte) ich gerade Geld auf dem Konto, und mein alter Computer ging mir sowieso sowas von auf den Keks – da bin ich vor drei Stunden losgegangen und habe mir einen neuen gekauft. In den, so hatte ich mir das gedacht, würde ich die alten Festplatten reinstopfen und erstmal einfach weiterarbeiten können. Und dann schraube ich das Ding auf und stelle fest, dass diese Schurken offensichtlich schon wieder irgendeine neue Schnittstellen entwickelt haben und dass ich meine alten Platten nicht angeschlossen kriege. Und das wiederum heißt, dass ich mir noch eine große externe Festplatte kaufen und jemanden finden muss, bei dem ich sie mal kurz einbauen und die Daten rüberschaufeln kann und dass ich die alten Festplatten – insgesamt immerhin 300 GByte – nicht weiter benutzen kann. Es ist doch zum Mäusemelken! Ach, was sage ich? Es ist zum MÄUSEORGELSPIELEN!

    (Volker Strübing)

    PS: Sorry, ich hoffe hier kommen bald auch mal wieder etwas spannendere Postings 😉

  • Ich weiß, dass bei der Bank keine Beamten arbeiten, herrjeh!

    Vor kurzem war ich in Bamberg. Es war ein Dienstag und eine aus der Stadt stammende Sportmannschaft hatte gerade in irgendeiner Sportart (was mit Bällen war’s) die deutsche Meisterschaft gewonnen. Da haben sich die Bamberger gefreut. Da waren die Bamberger glücklich. Da haben die Bamberger sich gedacht: Na Mensch, so’ne Freude, da setzen wir uns doch gleich mal in unsere Autos, fahren sinnlos durch die Gegend und hupen wie blöde.

    Naja, immerhin besser als wenn sie, wie in etwas … rustikaleren … Regionen üblich, ihre Kalschnikovs rausgeholt und in die Luft geballert hätten.

    Sind die Berliner eigentlich auch hupend durch die Stadt gefahren, als MichaEbeling und ich in München das Teamfinale der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschft gewonnen haben? Falls ja, entschuldige ich mich bei allen, die der Lärm gestört hat!

    Bamberg besitzt übrigens die phallusförmigste Kirche, die ich je gesehen habe und es ist eine sehr inspirierende Stadt. Seit Jahren suche ich immer mal wieder nach Zungenbrechern, aber mir fallen einfach keine ein. Sie sind immer viel zu einfach, aber der folgende, erdacht in Bamberg, der hat’s in sich, wenn man ihn schnell spricht:

    Ein Bamberger Punk pampt am Bamberger Bahnhof Bamberger Bankbeamte an.

    Ließe sich daraus nicht ein prima Rap machen?

    (Volker Strübing)

  • Spaß mit Windows – Die unendliche Geschichte

    corel-absturz-1.gif

    Nein. na-hein. NEIN! Ich habe mich nicht entschlossen, irgendwas zu beenden, verdammt nochmal! Wenn ich die Wahl gehabt hätte, hätte ich gerne noch ein klitzekleines bisschen weitergearbeitet, du ARSCH!

    Aber CorelDraw mischt in Sachen zynische Absturzmeldungen sowieso in der Oberliga mit. Die Verantwortlichen scheinen sich dieser Qualität bewusst zu sein, weshalb sie dafür sorgen, dass man regelmäßig daran erinnert wird.

    Meist stürzt CorelDraw mit Vorankündigung ab und diese hat es wirklich in sich:

    Wir begrüßen Sie zum Assistenten des Wiederherstellungsmanagers.

    Da sieht man doch gleich eine zierliche Hostess im Businesskostüm vor sich, mit einem Lächeln, so falsch wie die Protokolle der Weisen von Zion, und Zähnen so weiß wie was weiß ich (sorry, die Metaphernschmiede läuft erst langsam an). Und man wünscht sich, man hätte 3 Wochen lang nicht die Zähne geputzt und ganz viel Döner gegessen und Bier getrunken und würde sein Maul aufreißen und sie aus 10 Zentimetern Entfernung anbrüllen: „ICH SCHEISS AUF DEIN GRINSEN UND DEN ASSISTENTEN DES WIEDERHERSTELLUNGSMANAGERS! UND ÜBERHAUPT: WIESO EIGENTLICH NUR DER VERKACKTE ASSISTENT?! ICH WILL DEN WIEDERHERSTELLUNGSMANAGER PERSÖNLICH! UND ICH WILL EINMAL IM LEBEN VERGESSEN, DASS ICH ZU FEIGE UND ZU NETT ZUM LEUTEVERKLOPPEN BIN! SAGEN SIE IHM, DASS ER RUHIG SCHONMAL EINEN TERMIN MIT DEM ASSISTENTEN SEINES GEBISSWIEDERHERSTELLUNGSMANAGERS VEREINBAREN KANN!!“

    Die Arbeit am Computer bringt nicht immer unsere besten Seiten zum Vorschein. Da reden alle von Amokläufen wegen Killerspielen, dabei ist es wahrscheinlich so, dass diese Spiele die Amokläufe herauszögern. Wer mit Computern zu tun hat, wird von diesen schikaniert, gedemütigt, gepiesackt. Irgendwo muss die Wut hin, die sich dabei aufbaut. Killerspiele können helfen, eine Zeitlang, aber nach dem nächsten Systemabsturz und der Nachricht: „Sie haben den Computer nicht ordnungsgemäß heruntergefahren“ beim darauffolgenden Neustart, hakt’s bei dem einen oder anderen dann endgültig aus.

    Hm.

    Na, ist jetzt mal so’ne Theorie. Für die Uhrzeit und dafür, dass ich erkältet bin, schlecht geschlafen und erst einen Kaffee getrunken habe, gar nicht mal so übel …

    Ich habe übrigens seit über 2 Jahren Dauerspaß mit einem USB-Problem und kann mich nicht durchringen, irgendwelche Support-Foren zu durchsuchen. (Achtung ab jetzt wird dieser Eintrag sehr langweilig…) (mehr …)