Kategorie: Zumutungen

  • Das wird ja immer schöner hier!

    Pappelallee
    Das muss doch nicht sein, dachten ein paar findige Köpfchen, das jetzt im Lenz die Leute mit frischem Grün, Knospen oder gar Blüten belästigt werden, und haben gerade noch rechtzeitig geilendes Buschwerk mit Werbetafeln verdeckt. Danke!
    (Andreas Krenzke)

  • Wird alles immer schlimmer

    Vorhin war ich schwimmen, in der Schwimmhalle Ernst-Thälmann-Park. Die Sonne schien durch die Glasfront aufs Wasser, alles wäre schön gewesen, wenn ein paar Leute weniger auf dieselbe Idee gekommen wären. So musste ich  ständig unbeweglich im Wasser dümpelnde Omis umschiffen und vor torpedoähnlichen Hochleistungs-Aqua-Menschen zur Seite hechten, aber daran gewöhnt man sich ja mit der Zeit. Woran ich mich nie gewöhnen möchte und was ich auch – bis heute und zum Glück – noch nie erlebt habe, ist, dass der Bademeister über die Lautsprecheranlage Schlager abspielt. Schwimmen zu „Griechischer Wein“ und „Caprifischer“, das ist nicht schön, nein, das ist es nicht, das macht aggressiv – ich glaube, ich habe deutlich mehr „versehentliche“ Tritte Vorbeischwimmender abbekommen als sonst.

    (Volker Strübing)

  • Zum Umgang mit Aggression in der Öffentlichkeit

    Gestern Nachmittag, Schönhauser Allee, direkt vor dem Einkaufszentrum. Ein Mann um die 30, hellbrauner Mantel, groß, breitschultrig, gepflegt, brüllt auf eine kleine, unscheinbare Frau ein: „Du kommst jetzt mit hab ich gesagt!“ Sie schüttelt den Kopf, geht einen Schritt weg von ihm, er zieht sie am Ärmel, schlägt sie mit einer zusammengerollten Zeitung, brüllt weiter. Menschen laufen an ihnen vorbei, einige drehen sich nach ihnen um, andere stehen praktisch direkt daneben an der roten Fußgängerampel und tuen so, als würden sie nichts bemerken. Ich stehe auf der anderen Straßenseite, will hinüber und denke hektisch darüber nach, was ich tun soll. (mehr …)

  • Hitler? Was hat der gleich nochmal angestellt?

    Es war ein kleines Skandälchen, eher skurril als wirklich empörend, was Spiegel Online am Dienstag berichtete: Bad Doberan, in dessen Ortsteil Heiligendamm bald der G8-Gipfel stattfinden soll, führt Adolf Hitler noch immer als Ehrenbürger. Selbstverständlich nicht, weil man dort der Meinung wäre, dass er das verdient hätte (na gut, irgendwann war man anscheinend einmal dieser Meinung gewesen, und ich fürchte, dass es dort wieder Leute gibt, die dieser Meinung sind), sondern aufgrund bürokratischer Schlamperei.

    Wie gesagt, ich habe eher über die Provinzposse geschmunzelt, als mich in irgendeiner Form darüber aufzuregen. Aufgeregt habe ich mich dann aber doch (mehr …)

  • Im Bett mit Sean Paul

    Habt Ihr schon mal in einem eisernen Doppelstockbett in einem schlecht isolierten Haus direkt über einer Reggae/Dancehall-Disko übernachtet? Nee? Na, macht nichts. Muss man nicht haben. Es ist zwar eine interessante Erfahrung, wenn das Bett synchron mit der Bass-Drum schwingt und alles im Zimmer vor sich hin klappert und summt, aber nicht unbedingt eine schöne.

    Dafür war der Slam umso besser.

    Unausgeschlafene Grüße aus einem Internetcafé in Regensburg sendet Ihnen Ihr (was schreib ich hier schon wieder für einen Müll?! Kaffee!!!)

    Volker Strübing

  • Das ganze Gehirn einfach ausgeniest

    (frei nach Lieutenant Jean Rasczak aus „Starship Troopers“)

    In diesem Weblog beschwere ich mich, worüber ich will. Und wenn es mein völlig uninteressanter Schnupfen ist! Niemand muss weiterlesen. (mehr …)

  • Manchmal staune ich, wie blöd ich bin …

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=9Lfzs7KOsQ8]

    Dass ich mich aus meinem Bad ausgesperrt habe, war beknackt, aber verzeihlich. (mehr …)

  • Käse-Lust in Kassel-Wilhelmshölle?

    (geschrieben: 21.2.2007, 18.00 Uhr im Zug nach Marburg)

    Umsteigen ist lästig. Besonders, wenn einen ein grausamer Fahrplan dazu verurteilt, dies in Kassel-Wilhelmshöhe (in Zukunft nur noch Wilhelmshölle) zu tun. Wie scheiße dieser Bahnhof ist, sieht man schon daran, dass sich weder McDonalds noch Burger King hier angesiedelt haben. Gibt es sonst noch einen großen ICE-Bahnhof ohne mindestens eins von beidem? Bevor mich jemand missversteht: Ich will nicht sagen, dass man schöne Orte durch die Anwesenheit von Fastfood-Restaurants identifizieren kann. Im Gegenteil: So ein Ding macht jeden Ort, an dem es sich ansiedelt, hässlich und billig. Aber Kassel Wilhelmshölle ist so hässlich, dass es sogar MD und BK zu weit geht.

    Stattdessen gibt es einen „Brezel-Point“, der mit einem Foto, auf dem augenscheinlich Erbrochenes abgebildet ist, sowie der Frage „Käse-Lust?“ für überbackene Irgendwasse wirbt.

    Ich habe mir stattdessen einen Hot-Dog geholt. Einen ekligen Hot-Dog leider – ach, was hätte ich für einen Royal TS gegeben …

    Aschenbecherfreunde kommen im Bahnhof allerdings voll auf ihre Kosten:

    (Volker Strübing)

     

  • Volkes Meinung ist nicht immer Volkers Meinung

    Na gut, Spreeblick liest wahrscheinlich sowieso jeder, der überhaupt Blogs liest, aber für den Fall, dass doch nicht:

    Als der Volksblutschauspieler Til Schweiger sich vor kurzem bei der Investigativ-Attrappe Reinhold Beckmann darauf versteifte, man müsse die Daten von Sexualstraftätern im Internet abrufen können, sie aber auch für immer ins Gefängnis stecken, widersprach Petra Gerster schüchtern, man müsse auch die Menschendingens noch würdigen. Er wich dann auf die Forderung nach elektronischen Fußfesseln aus.

    Den ganzen Text gibt’s hier: http://www.spreeblick.com/2007/02/19/die-mehrheit-der-schweiger/

  • Nette Menschen, nette, nette Menschen …

    Mein gestriges Posting über unangenehme Begegnungen mit flegelhaften Zeitgenossen (Böse Menschen, böse, böse Menschen …) kommentierte Stralau:

    Oh. Ich behaupte ja immer standhaft, daß der Berliner netter sei, als sein Ruf. Scheint nicht zu stimmen.

    Doch, es stimmt! Aber leider kommt man viel zu selten auf die Idee, was über die netten Berliner zu schreiben. Im Sinne der Aufmerksamkeitsökonomie zahlt sich Unhöflichkeit aus. Wenn Du Dich wie ein Arschloch benimmst, sind die Chancen, dass Dir ein Unbekannter einen Weblogeintrag widmet, viel größer, als wenn Du freundlich bist. Über die vielen netten Kellnerinnen, Kellner, Fahrradfahrer und Slam-Besucher habe ich noch nie geschrieben …

    Als kleinen Schritt in die richtige Richtung widme ich diesen Weblogeintrag der gestressten, aber dennoch freundlichen Sprechstundenhilfe, die mir am Donnerstag die insgesamt vierstündige Wartezeit beim Arzt mit Mon Chéri versüßt hat.

    (Volker Strübing)