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  • Kalenderblatt Oktober 2008

    Endlich Zeit. Zeit fürs Weblog, für die Steuererklärung, für Hausarbeit, für Bürokram, zum Kochen, für das Problem mit dem Spinne-und-Kloß-Animationsprogramm, für einen Zahnarzttermin, meinen kaputten Backofen, das kaputte Fahrrad, für die KSK und die GEZ und die Allianz und die Finanzkrise und um endlich mal die Gerümpelecke auf dem zur Gerümpelecke umfunktionierten Hochbett aufzuräumen, neue Socken zu kaufen, angefangene Texte abzutippen, zum Sperrmüll zu gehen und für viele andere schöne Dinge. Aber erstmal muss ich ganz viel Rumgammeln nachholen, das in den letzten Wochen liegengeblieben ist und dringend erledigt werden will.

    Ist ja nicht so, dass ich jetzt nüscht mehr zu tun hätte. Die Texte für den Film müssen noch überarbeitet werden, Micha Ebeling und ich müssen uns auf unseren Start beim Slam2008 vorbereiten und ich muss noch mein halbes Buch zum Film schreiben. Zahnarzt, Gerümpelecke und hoffentlich auch das Finanzamt müssen sich noch ein bisschen gedulden.

    Hier ist jedenfalls erstmal das Kalenderblatt für den Oktober,. Hab ich schonmal hier im Blog veröffentlicht, allerdings hat es jetzt den Mehrwert, über zwei bereits vergangene Feiertage zu informieren. Aber ihr könnt ja nachfeiern:

    Gerade habe ich eine neue Funktion im WordPress-Menü entdeckt, die ich unbedingt mal ausprobieren muss:

    [polldaddy poll=1028940]

    So. Und jetzt aktualisiere ich endlich mal die Terminseite.

    (Volker Strübing)

  • Zurück aus Köln

    Schön war’s. Von den doofen Sachen abgesehen, natürlich. Am Donnerstag bin ich zusammen mit vielen anderen bei der Eröffnungsveranstaltung des Köln Comedy Festivals aufgetreten. Die Bühne war toll, der Backstageraum gemütlich, das Essen gut und die Party hinterher auch. Nur der Auftritt war doof. Dachte, das wird kein Problem, zehn Minuten innerhalb eines 2-Stunden-Programms, lieste zwei schöne Geschichten vor und alles wird gut. Aber die ganze Show war merkwürdig zäh, der Funke wollte nicht recht überspringen. Ging aber nicht nur mir so, sondern auch den meisten Kollegen.

    Dafür war der Solo-Auftritt am Sonnabend im Ateliertheater, vor dem ich soviel Angst gehabt habe (ich habe vor Solo-Auftritten immer ganz viel Angst!) sehr, sehr gut …

    Am Donnerstag war ich auf Kosten des Festivals in einem schönen Hotel umtergebracht. Donnerstag bin ich dann auf eigene Kosten in ein anderes, billigeres Hotel umgezogen. Das war aber sowas von an der falschen Stelle gespart, jungejunge …

    Der Boden des winzigen Zimmers mit Bad war durchgehend gekachelt. Das ist sehr praktisch gedacht, weil sich so das Blut leichter aufwischen lässt, wenn sich dort drin jemand die Pulsadern aufschneidet, was sicher häufiger vorkommt.
    Ich wollte den Freitag Nachmittag eigentlich im Hotel verbringen und ein bisschen schreiben. Nüscht kreatives, nur so Textverwaltungs- und -bearbeitungskram, aber in diesem düsteren Neubauhinterhofzimmer, mit kalten Füßen, an einem Sperrholzschreibtisch … nee, nee, nee. Was soll man da schon schreiben? Gnadengesuche?
    Beim Duschen schmiegte sich sofort der dünne Duschvorhang an meinen Körper, keine Chance, das zu verhindern. Wie der Tod, der einen in seine kalten Arme nimmt und eine Aufforderung zum Pas de deux ins Ohr flüstert. Zum Kompott ließ sich der Duschkopf nicht richtig drehen. 50 % des Wassers spritzten gegen den Vorhang und je 25% auf mich und in den nicht zu schließenden Spalt zwischen Duschvorhang und Wand und damit direkt auf den Boden. Danach fühlte man sich im ganzen Zimmer wie in einem Schwimmbad mit seinen nassen Kacheln …

    Die nächste Nacht verbrachte ich in der Künstlerwohnung des Ateliertheaters. Die ist toll. Vom Klo führt eine  Wendeltreppe direkt hinter die Bühne, sehr praktisch. Einziger Wermutstropfen: Die Wohnung grenzt an ein türkisches Tanzlokal. Mir war prophezeit worden, dass ich vor um 5 in einer Sonnabendnacht keinen Schlaf finden würde. Hab mich dann bis um 4 rumgetrieben und mich in einen Zustand versetzt, in dem ich auch im Tanzlokal hätte schlafen können.

    (Volker Strübing)

  • Zitat des Tages

    „Hätte ich auf die jungen Schriftsteller Beratung, ich würde sagen, nicht hören Schriftsteller sprechen oder sich schriftlich.“ (Beratung für ein Junges Writer, http://copywritersroundtable.com/de/2008/09/02/advice-to-a-young-writer/)

    (Andreas Krenzke)

  • Schiffsschaukel

    Die ersten drei Teile von Nicht Der Süden haben die Schnitt-Endabnahme gemeistert. Wenn es morgen auch Teil 4 schafft, müsste ich eigentlich feiern … oder mal ganz früh ins Bett gehen, was ja auch schön wäre.

    Hier ist jedenfalls was Kleines zum Gucken. Ein Video vom ersten Sturm, den wir durchgestanden haben – gleich nach der Abfahrt. Im Skagerrak. Mit Musik von Robert And The Roboters. Viel Spaß.

    [youtube=http://de.youtube.com/watch?v=l4hZBYXkPCw]

    Für echte Seeleute ist das wahrscheinlich ein Witz … ich weiß nicht, ob ich auch noch Freude an der Schaukelei gehabt hätte, wenn es uns so wie diesem Trawler vor Island ergangen wären …

    (Volker Strübing)

  • Und plötzlich geht alles ganz schnell …

    Unglaublich … morgen und übermorgen geht unsere Serie in die redaktionelle Endabnahme. Wenn wir da heil durchkommen, ist der Film Mittwoch Abend fertig. Zumindest, was den Schnitt und die Inhalte und so betrifft. Kirsten und ich müssen dann unsere ganzen Sprechtexte nochmal in Schönschrift abschreiben und in einem Studio aufnehmen, dann geht alles in die Tonmischung und in die Farbkorrektur und in wasweißich noch für geheimnisvolle Arbeitsgänge, aber damit habe ich dann schon nicht mehr viel zu tun. Ich muss dann bloß noch rasch meinen Teil des Buches schreiben, vielleicht ein paar Clips fürs Internet machen, mich mit Micha auf den Slam2008 vorbereiten und so. Aber sicher ist dann wieder mehr Zeit für den Schnipselfriedhof, Privatleben und überhaupt. Tut mir leid, dass ihr die Finanzkrise ohne mich meistern musstet (ihr habt sie doch gemeistert, oder?).

    (Volker Strübing)

    Ach so: Ich habs ja auch nicht geschafft, meine Auftrittsliste zu aktualisieren, darum erstmal schnell hier: Am Donnerstag und Freitag trete ich in Köln auf. Donnerstag bei der Eröffnung des Köln-Comedy-Festivals und Sonnabend solo im Atelier Theater.

  • Norderney

    Ein paar Fotos vom Wochenendauftrittsausflug nach Norderney. Das schlimmste vorneweg:

    So, jetzt kommen die schönen Bilder. (mehr …)

  • Zweite Spiderworld

    Mann bin ich aufgeregt. Und das schon am heute. Dabei ist die nächste Spiderworld erst morgen. Am Montag dem 6. Oktober um 20 Uhr in der Bar jeder Vernunft in Berlin. Die erste Show war so großartig (ehrlich!) und hat Maßstäbe gesetzt, bei denen es eigentlich kein Wunder ist, dass ich jetzt Bammel habe. Aber mit Sebastian Krämer, Foxy Freestyle, Gregor Mönter und Marc-Uwe Kling, mit solchen Gästen kann ja gar nichts schief gehen. Hingehen!

    (Andreas Krenzke)

  • In diesem Artikel geht es um Kacke

    18.45 Pause gemacht. Pizza gegessen. Ferngeguckt. Eine Sendung, in der das Leben eines Menschen in Zahlen zusammengefasst wurde und entsprechend bebildert wurde. Klang interessant, ich steh ja so auf abstruse Statistiken und Vergleiche. Wenn die Sonne so groß wär wie ein Gummiball, wär ein Gummiball so groß wie ein noch viel kleinerer Gummiball. Wieviele Gletscher kann man aus einem Eiswürfel schnitzen. So Zeugs.

    Die Sendung war erstaunlich langweilig und uninformativ. Manches war hübsch anzusehen. Zum Beispiel als sie auf einem Teich, dessen Inhalt der von einem Menschen benutzten Wassermenge entsprach, für jedes Vollbad, dass er im Durchschnitt im Leben nimmt, eine Plasteente schwimmen ließen. Oder als sie ein Klo mit 3,9 t braunem Zeugs (war es Kacke?) bekippten, was der Menge entspricht, die Ottonormalscheißer im Leben kackt. Wichtige Fragen blieben unbeantwortet: Der Mensch isst im Leben ungefähr die 10fache Menge. Was passiert mit dem Rest? So träge wie ich mich manchmal fühle, glaube ich nicht, dass ich 90 Prozent der Nahrungsmaterie in Energie überführe. Gut, man pinkelt und schwitzt auch, aber bei den 40 Tonnen Essen waren ja die Getränke auch nicht mitgezählt und im Kot ist auch Wasser enthalten. Soviele Schuppen und Popel habe ich auch nicht, dass sie die Differenz erklären. Oder habe ich mich bloß verhört? Nee, glaube nicht. Immerhin war von 7 Kühen, 45 Schweinen, mehr als 1000 Hühnern und Tausenden Broten die Rede, die jeder von uns zum Frühstück im Laufe seines Lebens isst.Verliert man 6,3 Kühe, 40 Schweine und einen ganzen LKW voll Hühnern und Broten durch Abrieb?

    Sehr ärgerlich: Die immer wieder zu hörende, auch in dieser Doku häufig verwendete, schlechtes Gewissen erzeugen sollende und vollkommen hirnrissige Behauptung, man würde soundsoviel Wasser „verbrauchen“. Wenn ich mich dusche oder das Klo spüle oder aus Protest gegen diese unsinnige Formulierung daheim den Wasserhahn laufen lasse, wenn ich in den Urlaub fahre, dann verbrauche ich kein Wasser. Dann verschmutze oder benutze ich es. Vorhanden ist es hinterher immer noch. Das Wasser mit dem wir heute die Kacke wegspülen, benutzen wir morgen wieder zum Zähneputzen, herrjeh!

    (Volker Strübing)

  • Gerade noch fast rechtzeitig: Kalenderblatt September

    3. Oktober! Die Menschen tanzten auf den Straßen zur Musik von den Prinzen und DJ Bobo und feiern den Tag der deutschen Einheit, als wäre es nicht das schönste Geschenk an unser Land, wenn alle fleißig arbeiten, vielleicht auch ein bisschen dichten und denken würden. Ich sitze derweil tapfer am Computer und rechne aus, wieviele Eiswürfel man aus dem größten Gletscher Islands schnitzen könnte (c.a. 450 Millionen für jeden einzelnen Menschen der Welt). Plötzlich fällt mir ein, dass ich etwas vergessen habe:

    (Klick macht’s groß)

    Ich sag ja immer: Der Oktober ist der September der Herzen. So sehr hab ich mich also gar nicht verspätet.

    (Volker Strübing)

  • Shopping

    Grad bei LIDL gewesen. Ja, ich weiß, soll man nich, soll man nich, aber die haben das ffieserweise genau bei mir umme Ecke gebaut. Es gibt mal wieder Aktenvernichter im Angebot. Kann irgendjemand erklären, warum es in Discountmärkten dauernd Aktenvernichter zu kaufen gibt? Was für Akten werden mit LIDL- und ALDI- und Netto-Aktenvernichter vernichtet? Und: Will ich das wirklich wissen?

    Auch interessant: Das „Mega-Kreativ-Set“ ist von 99,90 auf 79,90 herabgesetzt worden. Wer jetzt nicht megakreativ wird, ist selber Schuld! Der Kurier fragt auf der Titelseite mit großen Buchstaben „Bald alles Geld weg?“ – führt uns die Bankenkrise am Ende ins kommunistische, geldlose Arbeiterparadies? Und wohin geht das Geld, wenn es weg ist? Hat das etwas mit dem Aktenvernichterboom zu tun?

    (Volker Strübing)