Blog

  • Dringende Bitte um Konsequenz!

    Wer meint, Menschen seien auch bloß Tiere, und wer damit das Recht des Stärkeren, den Sozialdarwinismus, den Krieg oder die unsoziale Marktwirtschaft rechtfertigt, der soll sich doch bitte auch mit der Zunge den Arsch sauber lecken.

    (Volker Strübing)

  • Tips für Raucher (1)

    Wenn das Nikotin aus den Zigaretten nicht mehr richtig kickt, helfen Nikotinpflaster.

    (Hab ich im Januar leider ausprobiert. Dachte, eine 5 Stunden Zugfahrt nach Stuttgart ist eine prima Gelegenheit mit Rauchen aufzuhören und diese Dinger mal auszuprobieren. Kaum angekommen, habe ich wieder mit Rauchen angefangen, bin aber erst Stunden später dazu gekommen, das Pflaster abzumachen. Mann, war mir kribbelig an dem Abend!)

    (Volker Strübing)

  • Fremdgegangen

    Gestern habe ich LSD geschwänzt, um endlich mal beim Kreuzbergslam im Kato mitzumachen. Normalerweise hätte ich das auf die Zeit nach meinem Ausstieg bei LSD verschoben, aber gestern wurde der Slam fürs Fernsehen aufgezeichnet und da habe ich aus Kamerageilheit eine Ausnahme gemacht. Für den Bezahlfernsehsender Sat1Comedy entsteht zur Zeit die Serie Slam Tour mit Kuttner. Sarah Kuttner und ein Fernsehteam besuchen Slams in verschiedenen Städten, filmen diese, führen ein paar Interviews und machen daraus eine Sendung, die hoffentlich toll wird (und ich bin da eigentlich guter Dinge und in vorfreudiger Erwartung). Am Vormittag hatte ich mich bereits mit Sarah und dem Team im Hauptbahnhof getroffen – die wollten an einem Ort mit mir sprechen, der irgendwie auch was mit mir zu tun hat und in mein Bett hätten sie nicht alle reingepasst, na, und weil ich doch soviel unterwegs war im letzten Jahr …

    Wir haben ein Interview und ein bisschen Quatsch und ich mich hoffentlich nicht vollkommen zum Horst gemacht. Und selbst wenn … ich glaube, niemand kann Sat1Comedy überhaupt gucken, oder?

    Ich habe dort auch ein Foto gemacht von Sarah, aber eher unabsichtlich, weil ich eigentlich nur die Küchenuhr der Austernbar im Hauptbahnhof fotografieren wollte, um Stefanie von Textilvergehen.de ganz lieb zu grüßen – wo sie doch selbst gerade fremdgegangen ist: (mehr …)

  • Ich verkneife mir gerade mühsam das Wortspiel „Leidenschaft, die Leiden schafft“

    Letzte Woche habe ich mir für eine Zugfahrt eine Gehirn&Geist gekauft, weil die Leute immer so komisch gucken, wenn ich den Playboy auspacke. Genauer gesagt war es das Gehirn&Geist Dossier „Die Zukunft des Gehirns“. Darin fand ich unter der Überschrift „Maschine, Moral, Mitgefühl“ einen sehr interessanten Aufsatz von Thomas Metzinger, Professor für Philosophie an der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Er beschäftigte sich mit künstlicher Intelligenz, bzw. künstlichem Bewusstsein und plädierte vehement gegen alle Versuche in dieser Richtung.
    Nun gibt es viele, die vor derartigen Entwicklungen warnen und sie ablehnen, normalerweise aus einer Position der Angst heraus, dass der Mensch eines Tages von seinen Geschöpfen überflügelt oder gar abgeschafft werden könnte. Herr Metzinger führte ein anderes und ungleich sympathischeres Argument ins Feld, nämlich dass zum Bewusstsein zwangsläufig das Leiden dazugehören muss. Er schreibt u.a.:

    […] Das [phänomenale Selbstmodell] ist das entscheidende Instrument zum Erwerb neuer kognitiver und sozialer Fähigkeiten. Es zwingt ein bewusstes System aber auch dazu, sich seinen eigenen Zerfall (etwa durch Verschleiß), seine Niederlagen und inneren Konflikte funktional und repräsentational anzueignen und als die eigenen zu erleben. Sensorischer Schmerz, aber auch alle anderen Arten des nichtkörperlichen Leidens sind in das Selbstmodell eingebettet und werden somit phänomenal »besessen«. Dieses Leiden ist nun unweigerlich und erlebnismäßig unvermeidlich, es ist das eigene Leiden. […]

    Und kommt zu dem Schluss:

    Wir dürfen die Erzeugung bewusster Selbstmodelle nicht einmal riskieren. Es ist moralisch unverantwortlich, etwas zu erzeugen, von dem man bereits im Vorhinein weiß, dass es höchstwahrscheinlich unter der eigenen Existenz leiden wird.

    Naja, und da wollte ich die Eltern unter den Lesern mal fragen, wie sie vor diesem Hintergrund zu ihrer eigenen Schuld stehen …

    (Volker Strübing)

  • Schnipsel vom 2.2.08

    • BÄUME RAUS!
      (Erster Gedanke beim Lesen der Schlagzeile „Rentner von Baum erschlagen“*)
    • Tolles Wort

     

    leipzig02.jpg
    • Neulich auf der Post
      Sie: Guten Abend, ich bin Frau Hoffmann, wie kann ich Ihnen helfen?
      Ich (leicht verwirrt ob dieser namentlichen Vorstellung): Äh, guten Abend Frau Hoffmann, ich bin Herr Strübing … äh, ich möchte Briefmarken.
      Sie: Hihi!

    (Volker Strübing)

    * Ich glaube, es war die Chemnitzer Morgenpost von gestern, bin aber nicht ganz sicher.

  • Kalenderblatt Februar 2008

    kal-02-februar.gif

    Erkennt jemand den Mann im Fernseher?

    (Volker Strübing) 

  • Neue Show und so

    Am Sonntag startet in Berlin eine neue Lesebühne … naja, eher eine Veranstaltung aus der Klasse der Lesebühnenartigen. „Lesebühne des Westens“ wird sie heißen und im Theater am Winterfeldtplatz stattfinden. Jeden Sonntag um 19.30 Uhr. Das Konzept erinnert eher an das Kantinenlesen, als an die „klassischen“ Lesebühnen, da es einen Moderator und wöchentlich wechselnde Gäste anstatt einer Stammbesatzung geben wird. Die Veranstaltung wird organisiert und logistisch unterstützt von Arnulf Ratings Maulhelden-Büro. Und ich bin dabei.

    Jetzt wurde ich schon mehrfach gefragt, warum ich denn bei LSD und der Chaussee aufhöre, angeblich, weil es mir mit den Auftritten zu viel geworden sei, und nun bei einer neuen Veranstaltung einsteige. Diese Frage beruht auf einigen missverständlichen Ankündigungen. Ich werde etwa jede vierte Woche am Winterfeldtplatz sein und durch den Abend führen. An den anderen Sonntagen übernehmen das Spider und michaEbeling. Und ein fester Termin alle vier Wochen, na, das ist schon was anderes als zwei jede Woche. Schlimm ist nur, dass ich dafür nach Westberlin fahren muss. Naja, kann ich endlich mal mein Begrüßungsgeld abholen …

    Ich bin sehr gespannt wie es wird, am Sonntag bei der ersten Show, und guter Dinge. Leider gibt es dort keinen Beamer, so dass ich keine Filme zeigen kann. Aber dafür ist es eigentlich ein Pupentheater und wo ich doch jetzt Kloß- und Spinne-Puppen habe …

    Eine Entschuldigung für den Titel muss wohl an die eigentlichen, mittlerweile alteingesessenen Lesebühnen des Westens gehen: Die Lesedüne und den Berliner Wald.

    So, und jetzt gucke ich wieder in meinen Posteingang, wo wahrscheinlich zehn neue Mails drin sein werden, da in der Mailingliste der Lesebühnen gerade eine Riesendiskussion darüber läuft, ob dieses Projekt eine ganz finstere Sache ist oder nicht. Komplett mit Beschimpfungen, die sich auf Glotze reimen, herrjeh .

    (Volker Strübing)

  • Die Züge nach Hogwarts fahren heute von den Gleisen 3, 6 und 7!

    Gerade war ich zum dritten Mal in Marburg und bis jetzt gibt es nur eines, was ich an diesem Städtchen ernsthaft auszusetzen habe: Dass man in Kassel-Wilhelmshölle umsteigen muss, um von Berlin aus dorthin zu gelangen. Gibt es eigentlich Untersuchungen darüber, um wie stark die Selbstmordrate in Deutschland nach der Eröffnung dieses Betonmonstrums gestiegen ist? Ein Bahnhof wie eine Wurzelbehandlung. Und bei Wind und Regen wie eine ohne Betäubung.

    Das Marburger Bahnhöfchen ist auch nicht gerade schön und versucht die daraus resultierenden Minderwertigkeitskomplexe durch einen geradezu rührenden Größenwahn wettzumachen, weshalb es sich stolz „Marburg Hauptbahnhof“ nennt. Da zu einem Hauptbahnhof auch viele Gleise gehören, Marburg aber nur fünf besitzt, musste man bei der Nummerierung kreativ vorgehen:

     

     

    marburg.jpg

     

    Noch doller treibt es in dieser Hinsicht Ulm (wenn ich mich recht erinnere), wo die Gleisnummern in die Hunderte gehen und wahrscheinlich mit der Einwohnerzahl korrelieren.

     

    (Volker Strübing)

  • Schnappschüsse / 29.1.08 / Was das Land braucht …

    • Klingt wie das Urteil eines Standgerichtes, soll aber wohl Werbung für einen Malerservice sein …
    wl2901-2.jpg
    • Herzlichen Glückwunsch, Uli 🙂
    wl2901-3.jpg
    • Hm. Naja. Der Fernsehturm eben. Und davor ne Laterne.
    wl2901-4.jpg
    • Letzten Donnerstag: Kloß und Spinne live. Dan hat mit einem Teddy den Norbert gespielt (ich dachte, das passt, weil doch Bären auch immer so brummig sind … also so brummig wie Norbert, nicht wie Dan) und Robert hat sich netterweise als Horst zur Verfügung (und bewegungslos neben mich) gestellt, um die Illusion perfekt zu machen …
    wl2901-1.jpg

    (Volker Strübing)