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  • Trailer zu „Kloß und Spinne – Teil 11“

    [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=yfguelPGeOU]

    (Volker Strübing)

  • Der Mond! Der Mond!

    Schön war er heute! Der Mond! Eine glänzende Sichel auf einem dunklen, dennoch gut erkennbaren Kreis. Und in Wirklichkeit noch viel, viel schöner, als auf dem Foto!

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    (Volker Strübing)
  • Control

    Filme, die sehr lobend besprochen oder gar von vielen Freunden empfohlen wurden, haben mich oft enttäuscht. Wahrscheinlich liegt es an den riesigen Erwartungen, die dadurch aufgebaut werden. Wenn man denkt, man wird gleich den tollsten Film der Welt sehen, kann er bestenfalls noch diesen Anspruch erfüllen, aber eigentlich ja nicht mehr positiv überraschen. Es wäre nicht das Dümmste, nur noch in Sneak-Previews zu gehen – der Anteil an schlechten Filmen und daher vergurkten Abenden ist auch nicht höher, als wenn man sich vorher genau überlegt und informiert, wofür man seine Zeit und das Eintrittsgeld opfert. Ich habe das leider nur selten gemacht und seit vielen Jahren nicht mehr, trotz guter Erfahrungen. Habe dadurch den einen oder anderen großartigen Film gesehen, in den ich nie, nie, nie gezielt reingegangen wäre … die „Siebtlbauern“ fällt mir gerade ein.

    Alternativ könnte ich auch einfach aufhören, Kritiken und Vorabberichte zu lesen und, wenn mir jemand einen Film empfehlen will, die Finger in die Ohren stecken und laut die Titelmelodie von Dallas singen.

    Ich habe trotzdem alles verschlungen, was es in den letzten Monaten über „Control“, den Film über Ian Curtis, zu lesen gab. Und ich bin sehr, sehr gespannt. Wenn ich sagen würde, dass Joy Division meine Lieblingsband war und noch immer ist, könnte ich gleich anfügen, Luft sei mein Lieblingsgasgemisch.

    Ich habe vor vielen Jahren das Buch „Touching from a distance“ gelesen, auf dem der Film beruht. Es hat mir damals nicht besonders gefallen. Das lag – so bin ich mir inzwischen sicher – daran, dass Curtis darin als ganz normaler Mensch dargestellt wird, und ich lieber etwas über eine Art Superhelden der Melancholie gelesen hätte. Inzwischen – das Alter, das Alter! – interessiert es mich gerade, wie aus der ganz normalen Scheiße des Alltags solche Kunst entstehen konnte.

    Vielleicht schaffe ich es morgen, wenn nicht dann nächste Woche Mittwoch. Eines beruhigt mich: Zumindest in musikalischer Hinsicht wird er mich zwar nicht überraschen, aber auch ganz gewiss nicht enttäuschen.

    (Volker Strübing)

  • Schnipsel vom 8.1.2008

    • Pro 7 sucht Deutschlands neuen Uri Geller. Wer um Himmels Willen will ein neuer Uri Geller sein? Für mich eine sehr, sehr tragische Figur. Vor allem, wenn man sich vorstellt, dass er kein Betrüger ist. Laut eigener Aussage ist er ja vom Blitz getroffen worden und hat auf diese Weise seine Psi-Fähikeiten von Gott, Außerirdischen oder sonstigen höheren Mächten erhalten. Stell dir vor, Gott macht dir eine Superkraft zum Geschenk und du packst das Geschenk mit leuchtenden Augen aus und stellst fest, dass es sich um die vollkomen unnütze und unspektauläre Fähigkeit handelt, Löffel zu verbiegen. Wie deprimierend.
      Und wenn du mal zu einer Superheldenparty gehst (falls du überhaupt eingeladen wirst), rufen alle „Uijuijui, da kommt Löffelverbiegeman!“ und lachen dich aus. Traurig, traurig. Irgendwann würdest du Amok laufen und dich an der Menschheit rächen, indem du alle Löffel der Welt verbiegst.
      Komisch eigentlich, dass Uri Geller das noch nicht gemacht hat. Ist wohl doch ein Betrüger.
    • An Bahnhöfen stehen immer so viereckige Müllcontainer mit Löchern für Glas, Papier, Verpackungen und Restmüll. Vorgestern habe ich am Ostbahnhof einen Mann gesehen, der einmal um den Container rumging, dann vor dem Restmüllloch stehen blieb, die Hose öffnete, seinen Schwanz in das Loch hielt und (vermutlich) reinpinkelte. Jetzt weiß ich nicht, ob man ihm zugute halten soll, dass er nicht einfach irgendwohin gepisst hat, oder ob das erst recht eklig war. Ich tendiere aber zu letzterem
    • Was ich an Frauen auch nicht verstehe, ist, dass sie oft mit so hohen Stimmen sprechen. Ist das nicht fürchterlich anstrengend?
  • Wie ich mal mutig war

    Ich weiß nicht, ob das jemand mitbekommen hat: Es gibt ja zur Zeit so einen Hype um Jugendgewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dass man halb totgetreten wird, wenn man Jugendliche bittet, die Zigarette aus oder den MP3-Player leiser zu machen. Trotzdem habe ich gestern im Zug Jugendliche gebeten, die Musik … äh … zu dimmen (um nicht nochmal „leiser zu machen“ schreiben zu müssen).

    Eine Jugendliche, um genau zu sein, aber man muss ja klein anfangen. Sehr klein in diesem Fall, denn die Jugendliche war so zehn oder ölf. Naja, und ihr Migrationshintergrund war der Sprache nach schwäbisch. Aber Zivilcourage darf nicht vor den schwächsten und niedlichsten Mitgliedern der Gesellschaft Halt machen!

    Viele Grüße aus Stuttgart!

    (Volker Strübing)

  • Funk / Fernsehen / Fotos

    Heute nacht bin ich zu Gast bei WDR1Live Klubbing von 23.00 bis 0.00 Uhr und werde dort Geschichten vorlesen. Bin sehr gespannt. Kann man sich im Radio oder auf der Homepage von 1Live anhören. Außerdem startet am Sonntag um 23.00 Uhr oder so auf dem WDR (also dem Fernsehsender jetze) die Ausstrahlung der zweiten Staffel des WDR-Poetry Slams.

    Julius Fischer [bekennt] „Ich will Kunst machen“, Miriam Meister verzaubert mit einem zarten Liebesgedicht, Alex Dreppec gibt drei sehr unterschiedliche Gedichte zum Besten, Sascha Matesic trägt eine Hymne auf die Frau seines Lebens vor und Marc-Oliver Schuster erzählt eine märchenhafte Geschichte aus seiner „Quadrologie der Katze“.

    (Homepage des WDR Poetry Slams)

    So und jetzt kommen noch ein paar Fotos, die absolut nichts damit zu tun haben, aber vielleicht schön aussehen. Zumindest wenn man Sonnenauf- und untergänge mag. Ich kann davon ja nie genug bekommen und betrachte mich als so eine Art Sonnenuntergangspapparazzi. Ich krieg sie alle! Die Fotos habe ich im gerade gemeisterten Urlaub auf Rügen gemacht und der Fleck, den man auf den Fotos sieht, ist der Grund, wehalb ich nachher, bevor ich mich in den Zug nach Köln zum WDR setze, noch meine Kamera reklamieren muss.

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    (Volker Strübing)

  • Rückblick 2007

    Ich hab mal nachgeguckt, was ich im letzten Jahr eigentlich so alles gemacht habe. Also jetzt nur schreibe- und arbeitsmäßig und so. Ne ganze Menge eigentlich:

    • 169 Auftritte, davon ungefähr 70 auswärts mit einer Durchschnittsfahrzeit von schätzungsweise 8 Stunden hin und zurück (eher mehr, da viele Fahrten nach Süddeutschland, Österreich und in die Schweiz dabei waren). Macht, äh, 560 Stunden im Zug – mehr als 3 Wochen!
    • 3000 Emails geschrieben (2700 verbürgt, geschätzte 300 zusätzlich in Internetcafés)
    • 250-300 Beiträge für den Schnipselfriedhof verfasst
    • 28 Videos bei YouTube hochgeladen
    • 18 Kloß-und-Spinne-Folgen geschrieben und 10 davon vertrickfilmt
    • 8 Lieder sehr unterschiedlicher Qualität verfasst (Ich mag nur noch 3 davon.)
    • 15 Lesebühnentexte geschrieben. Viel zu wenig. Und die meisten sind viel zu schlecht. In dieser Hinsicht war es kein erfolgreiches Jahr. Ein Grund für einen der guten Vorsätze (den traurigen).
    • Dies und das

    (Volker Strübing)

  • Gute Vorsätze 2008

    Ich danke meinem gnädigen löchrigen Hirn, dass es mich die meisten guten Vorsätze fürs neue Jahr schon wieder hat vergessen lassen. Nur einen weiß ich noch: Endlich Spiegel Online von meiner selbstgemachten Startseite mit meinen Lieblingslinks zu schmeißen. Ich mochte das früher sehr gern – wie auch die Druckausgabe – aber inzwischen finde ich es unerträglich. Dumm wie BILD, selbstverliebt und piefig, ein nichts als Auflage bzw. Klicks wollender Medienkonzern ohne Ehre oder Ethos. Es tut mir leid um die sporadisch erscheinenden Perlen im Misthaufen, aber die finde ich ja vielleicht über Links in guten Blogs. Ich hab jedenfalls keine Lust mehr, mich durch den Haufen zu wühlen. Außerdem habe ich Ende 2006 oder Anfang 2007 mal nachgefragt, ob ich Sachen für deren Satire-Abteilung beisteuern kann und die wollten nicht 😉

    Ach, und noch ein guter Vorsatz: Wochenende machen. Muss ja nicht unbedingt am Wochenende sein. Im letzten Jahr habe ich eindeutig zu viel gearbeitet, oder sagen wir so: An zuvielen Tagen. Es gab – vor allem dank Kloß und Spinne – ne ganze Reihe 12- und 14-Stunden-Tage, aber im Schnitt komme ich wahrscheinlich auf 6 bis 8 Stunden. Aber eben: jeden Tag. ich habe es nur sehr sehr selten geschafft, mal einen oder gar zwei Tage komplett auszuspannen oder auch nur Feierabend zu machen. Im Urlaub war ich nur 5 Tage. Ich muss mich besser organisieren und mir Freizeit schaffen.

    Apropos, da fällt mir noch ein guter Vorsatz ein. Ein trauriger guter Vorsatz: Ich will bei LSD und der Chaussee der Enthusiasten aufhören. Dafür gibt es viele Gründe, die ich vielleicht ein anderes Mal hier reinschreibe. (Einer steht hier.) Bis Ende März bin ich jedenfalls noch dabei und auch danach hoffentlich recht oft als Gast oder Vertretung.

    So löchrig ist mein Hirn scheinbar doch nicht. Jetzt führt eins zum anderen: Der Ausstieg bei den Lesebühnen bringt natürlich auch einen Einkommensverlust mit sich, den ich irgendwie ausgleichen muss, was mich zum nächsten Punkt meiner 2008er To-do-Liste bringt: Einen kommerziell höchst erfolgreichen Roman verfassen. Vielleicht irgendwas mit netten Zauberlehrlingen oder psychopathischen Serienmördern, sowas geht immer. Vielleicht auch mal was ganz neues. Mit psychopathischen Zauberern oder netten Serienmörderlehrlingen oder so.

    Und bei Wochenende, Feierabend, Entspannung fällt mir noch ein, dass ich 2008 ganz viel malen will. Mit Pinsel und Tusche. Habe ich vor vielen, vielen Jahren sehr gerne gemacht und mir immer vorgenommen, mal wieder damit anzufangen. Den Anstoß, es jetzt tatsächlich zu tun, verdanke ich Xóchil. Vielen Dank dafür!
    Zur Zeit arbeite ich an einer kurzen getuschten Traumsequenz für den nächsten Kloß-und-Spinne-Film. Es ist so wunderbar, Abends dazusitzen und zu pinseln, dabei ein wenig Musik zu hören oder eine Lost-DVD zu gucken …

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    Mehr fällt mir jetzt wirklich nicht ein. Aber vielleicht gibt es demnächst noch mal einen Nachschlag.

    (Volker Strübing)

  • Kalenderblatt Januar 2008

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    (Volker Strübing)

  • Schnipsel vom 2.1.2008

    • 5 Tage Rügen. 5 Tage ohne Computer, Emails, Internet – mehr als 120 Stunden! Das letzte mal, dass ich solange offline war, muss 2002 gewesen sein. Während einer fünftägigen Bootstour von Lombok nach Flores.
      Hier nun die gute Nachricht für alle Internet-Junkies: Es ist überhaupt nicht schlimm. Und das Internet scheint auch keinen Schaden zu nehmen, wenn man mal ein paar Tage nicht reinguckt.
    • Dr. Seltsam vertritt die seltsame und wie ich finde ziemlich dusslige These, man dürfe keine Witze machen, über die auch Nazis lachen können, ansonsten sei man praktisch fast schon selber einer. Bin ich nun schon ein Halb-Hitler, weil ich mal versehentlich den selben Witz wie dieser gemacht habe? Vor Jahren habe ich eine Geschichte über das Rauchen geschrieben, in der ich den Tabak als die grausame Rache der Indianer an den Weißen bezeichnet habe. Und heute lese ich in der Sueddeutschen, dass Hitler „das Teufelskraut zeitlebens verachtet und als die ‚Rache des roten Mannes‘ bezeichnet“ hat.
      Sehr lesenswerter Artikel übrigens, es geht nur ganz am Rand um Hitler, sondern hauptsächlich um die Tabakindustrie und ihre Propaganda sowie um die Maschinen, die das heutige Aumaß des Tabakkonsums erst möglich machen:

      Jährlich werden weltweit etwa zwei Prozent aller Waldflächen für Tabakfelder abgeholzt, Millionen von Bäumen werden zu Zigarettenfiltern verarbeitet. […] Weltweit stellen Zigarettenstummel eine der größten Abfallmengen dar. Der Kohlendioxidausstoß von Zigarettenherstellung und -konsum übertrifft den der meisten anderen Industrien. Zigaretten sind weltweit die größten Verursacher von Bränden […]. Würden Zigaretten vollständig abgeschafft, wäre ein Treibhausgasausstoß vermieden, der dem von Benzin kaum nachsteht.
      Das Ausmaß der Zigarettenproduktion ist schwer vorstellbar. Weltweit werden jährlich etwa sechs Trillionen Zigaretten geraucht, etwa tausend pro Mann, Frau und Kind auf der Erde. Zigaretten sind 80 Millimeter lang, insgesamt werden also pro Jahr 500 Millionen Kilometer an Zigaretten geraucht – was in etwa von der Erde zur Sonne und zurück reichen würde, mit ein paar Kurven um den Mars herum.

      Sueddeutsche, 2.1.2008

      Ein bisschen albern wird der Artikel gegen Ende, wenn Zigarettenmaschinen als die „tödlichsten Maschinen“, als „Killermaschinen“ und als „Höllenmaschinen“ bezeichnet werden.

    • Was sagen eigentlich die Menschen in der Türkei dazu, wenn wir ihnen die Jugendlichen „mit Migrationshintergrund“ auf den Hals schicken, die in Deutschland und damit unter unserer Verantwortung zu gewalttätigen Verbrechern wurden? Danke schön?

    (Volker Strübing)