Kategorie: Literatur / Lesebühne / Poetry Slam

  • Surfpoeten – ab morgen im Icon!

    Vor acht Jahren hatte ich die Ehre und das Vergnügen, ein Surfpoet zu werden. Die Surfpoeten, ein Abend der Liga für Kampf und Freizeit, Literatur und Konzeptdisco, begannen im Bergwerk, waren dann lange im Pavillon im Hundekackepark am Weinbergsweg, danach noch länger im Mudd-Club, zogen Anfang dieses Jahres ins Ballhaus Ost und im Juni Wochen in den fabelhaften Klub der Republik in der Pappelallee. Ab Morgen nun haben wir ein neues Domizil: das Icon in der Cantianstraße 15 (10437 Berlin). Juchu! Hurra! Kommt alle! Sagt allen Bescheid! Es gibt Frei-Bockwurst und als musikalischen Höhepunkt nicht nur die legendäre Disco von DJ Lt. Surf, sondern auch noch den tollen Elektropunk der FIRECOPS live und original.

    Was habe ich in den acht Jahren mit den Surfpoeten nicht alles erlebt! Wir waren in der Schweiz und den Niederlanden. Wir haben auf der Bühne gekocht, und uns nackig ausgezogen. Wir haben den 2. Mai aus der Taufe gehoben, den Internationalen Kampf und Feiertag der Arbeitslosen… Ich freue mich auf die nächsten acht Jahre! Und morgen auf euch!

    (Andreas Krenzke)

  • Embedded Journalism

    Ich habe gerade weder Zeit zum Bloggen, noch zum engültig wieder zuhause ankommen. Und dazu, die Chinareise mal in Ruhe Revue passieren zu lassen und ein Fazit zu ziehen, erst recht nicht. Umso besser, dass das – zumindest für den ersten Teil der Fahrt – jemand anders übernommen hat. Matthias Dell hat uns auf einigen unserer Stationen begleitet und einen Artikel für den Freitag darüber geschrieben, den ich sehr gut finde:

    […] Das zweite Missverständnis ist der Tourismus. Unter Begleitprogramm verstehen die jungen chinesischen Angestellten in der Abteilung Kultur und Bildung Sehenswürdigkeiten. Und unter Sehenswürdigkeiten die Orte, zu denen die Reisegruppen strömen. In der Stadt Shanghai heißt das dann: Yu-Garten, eines der wenigen, wenn auch restaurierten Relikte der Ming-Dynastie. Es braucht nicht einmal die Begegnung mit einer deutschen Reisegruppe samt dem Schwaben, mit dem sich Dan Richter auf dem Hinflug um das Gepäckfach gestritten hatte, damit die Autoren wissen, dass sie eigentlich etwas ganz anderes sehen wollen als Kaisergräber und auf historisch getrimmte Viertel. Sie interessieren sich für den Monumentalismus der Mao-Jahre und der Gegenwart, die Hochstraßen und Yangtse-Brücken, überhaupt: die chinesischen Städte mit dem Heer an Fahrradfahrern, Männern, die ihre Ziervögel in Käfigen ausführen wie Hunde, und Kindern, die immer noch Halstücher tragen. Unter Tourismus verstehen die Berliner Autoren, durch die Stadt zu gehen oder zu fahren, um zu schauen. Oder einfach nur im Café zu sitzen. Wozu den jungen chinesischen Angestellten der Abteilung Kultur und Bildung das Stichwort „Starbucks“ einfällt, das bei Alteuropäern, die Eigenheiten, Seitenwege und Randständiges bevorzugen, naturgemäß ein Reizwort ist. Aber in diesem Fall liegen die jungen Chinesen richtig: Der Kaffee gehört traditionell nicht zu den chinesischen Eigenheiten. Man kann ihn nur bei Starbucks bekommen. […]

    Freitag vom 23.5.08: „Am Rande des Lächelns“ von Matthias Dell.

    Vielen Dank an Axel Scherm für den Hinweis und den Link!

    (Volker Strübing)

  • Wenn Schuster nicht mehr bei ihren Leisten bleiben …

    spielen Schriftsteller Fußball.

    Der Hüpfende ist Uli Hannemann. eigentlich sah das viel eleganter aus, ehrlich! Aber die lange Belichtungszeit …

    Nach dem Spiel. Uli und Jochen Schmidt. Geschwitzt haben die, heiliger Bimbam. Hab gefragt, wieso die das machen, wo das doch so anstrengend ist, und die erzählten irgendwas von Spaß.

    Dabei kann man ja, wenn man Spaß will, auch einfach nur rumsitzen, was dann im Vereinsheim auch ausgiebig getan wurde. Die Schriftsteller sahen prompt wieder viel schriftstelleriger aus:

    (Volker Strübing)

  • 1.Preis beim Nachwuchswettbewerb!

    Na gut, genau betrachtet war es nur der 3.Preis, aber da ich nie zuvor einen Preis bei einem Nachwuchswettbewerb gewonnen habe, ist es zumindest mein 1. Preis. Aber der Reihe nach: Also das war so: Ich war einer von 8 Nominierten für den Stuttgarter Besen, bin deshalb am Dienstag nach Stuttgart geflogen, habe drei Geschichten vorgelesen und das wohl recht gut gemacht und daraufhin das namensgebende Reinigungsgerät in Bronze bzw. Holz bekommen. Der silberne Besen ging an Uta Köbernick, der goldene an Matthias Egersdörfer und der Publikumspreis an Ass Dur. Moderiert hat Dieter Moor, im Backstageraum gab es einen Kamin und alles war gut. Am 1.Mai kann man sich eine 90-Minuten-Fassung der dreistündigen Veranstaltung im Fernsehen angucken (22.40 Uhr SWR).

    Und wo ich schon mal beim Angeben bin: Nachdem mich die wahrscheinlich reisefieberbedingte Schlaflosigkeit schon um 7 aus dem Bett getrieben hat, habe ich vorhin mal die Klicks bei YouTube zusammengezählt und bin (für all meine 33 Videos zusammen) auf über 1 Million gekommen – hey! 90% davon gehen natürlich auf das Konto von Kloß und Spinne.

    Ich freue mich auch über die vielen Kommentare auf YouTube – manchmal sogar über die kritischen. Die elfte Folge von Kloß und Spinne kommentierte jemand mit den Worten: „überhaupt nicht lustig genau wie alle anderen folgen“ – und da muss ich schon sagen, das ist kein Mensch, der zu vorschnellem Gemecker neigt; nein, nein, das isser nicht. Immerhin hat er mir 11 Klicks gebracht, bevor er sein Urteil gefällt hat.

    Das erste Video, das nennenswerte Anguckzahlen hatte, war meine Rainald-Grebe-Hommage (wer will, kann es auch Nachmache nennen) „Mecklenburg„. Nachdem ich das reingestellt hatte, wurde mir etwas mulmig, weil es nach einigen Tagen eine ganze Reihe von Beschimpfungen in den Kommentaren (und sogar per persönlicher Nachricht ein Angebot für Kloppe) gab. Ich dachte an das Star-Wars-Kid, an das Tokio-Hotel-Fan-Mädchen und all die anderen Teenies, die ihr Leben mit unvorsichtig ins Internet gestellten Videos ruiniert hatten – hatte ich die Tupperdose der Pandora geöffnet? Dann gab’s aber plötzlich wieder viel Lob, dann wieder Beschimpfungen, dann wieder Lob und so weiter; so geht das in Wellen dort immer noch zu. Ich habe mit diesem Video sogar eine Art engagierten Anti-Fan gewonnen, der wahrscheinlich bald einen Anti-Fan-Club gründen wird.

    Vor einem Monat schrieb er:

    „oh mein gott, ich bereue es echt ausversehen auf diesen link gekommen zu sein, mensch junge, überleg doch mal, bevor du solch einen mist hier reinstellst!“

    Vor zwei Wochen dann:

    „text ohne sinn, kein gefühl für rythmus und melodie…….der 12jähirige im körper eines 13jährigen…gruß und kuss“

    … und vor einer Woche:

    „ach man, ich werde des dich beleidigen einfach nicht müde……kann mir nicht vorstellen woran das liegt…vielleicht bietest du einfach zu viel angriffsfläche“

    Ein Clubmitglied wird er sicher in jenem YouTube-Gucker finden, der vor 2 Monaten schrieb:

    “ Im Zug nach Wien also…..Was für eine selbstgefällige Pfeife! Gehen Sie nach Hause Kassengestell-Mann, Sie sind müde. Und schön die Wiener in Ruhe lassen, verstanden Lachnummer!!!“

    … und sich vor drei Wochen wunderte, dass ich auf seine Kritik hin nicht sofort das Video gelöscht habe:

    „Der Langweiler mit Oberlehrer-Gesicht und Oberlehrer-Brille ist ja immer noch da…. Oh, im Zug nach Wien, das muss man schon mal erwähnen! Wahrscheinlich im Mangel aufgewachsen, dass das so was besonderes ist. Er wollte nie so steif und humorlos werden wie sein Vater. Schade….. Dorfdepp, der in die große Stadt zieht muss leider wieder nach Hause“

    (Volker Strübing)

  • Henryk und ich

    Anfang 2000 habe ich Henryk M. Broder kennengelernt. Zusammen mit Reinhard Mohr besuchte er damals die Berliner Lesebühnen, um für den Spiegel einen Artikel darüber zu verfassen. Viele von uns (auch ich) waren ziemlich aufgeregt wegen dieser Sache. Seit Jahren lasen wir Woche für Woche unsere Geschichten vor, das Publikum wuchs langsam aber stetig und die Berliner Tageszeitungen, Stadtmagazine und Radiosender, die sonst jedem kleinen Pups hinterherrannten und ihn zum großen neuen Ding aufbliesen (Kann man Pupse aufblasen? Egal.) ignorierten uns konsequent. Und dann kündigte sich auf einmal einer der bekanntesten Publizisten von Deutschlands größtem Nachrichtenmagazin an und wollte über uns schreiben. Aber hallo war das aufregend!

    Die Chaussee der Enthusiasten fand damal noch im Cube Club statt, einem winzigen Keller mit schimmligen Wänden, der alle paar Monate unter Wasser stand. Weder der Platz noch der Sauerstoff reichten wirklich für alle. Vor allem, wenn noch geraucht wurde, weshalb wir damals – viele von uns waren noch Raucher – die Parole „Wer raucht, liest vor“ ausgaben, um sowohl die Befriedigung unserer eigenen Sucht, als auch ein Mindestmaß an atembarer Luft zu gewährleisten. Der Nachteil war, dass die Zigaretten der Vorlesenden nicht ausreichten, um den moderigen Gestank zu überdecken. Ach ja, schön war’s. (Aber um nichts in der Welt wollten wir dorrthin zurück, nachdem wir einmal ausgezogen waren.)

    Als der hohe Besuch eintraf, war Tube bei uns zu Gast und saß gerade an der Kasse. Er war nicht informiert worden, hatte wohl auch noch nie von Broder gehört, was zu folgendem Dialog führte: (mehr …)

  • Abschied von LSD (2)

    Schön und schwer haben es mir die Kollegen gemacht. Immer, wenn ich dachte, die Abschiedszeremonie sei vorbei, kam noch etwas; es war ein bisschen wie Weihnachten und Geburtstag zusammen, wenn Weihnachten auch mein Geburtstag wäre, weil ich Jesus bin und mir gehuldigt wird. Bei aller Freude wusste ich die ganze Zeit nicht, wie ich gucken und was ich machen soll. Wahrscheinlich hätte ich einfach nur nach jedem Volker-Gedenk-Beitrag aufstehen und denjenigen umarmen müssen. Mir war sehr danach zumute, aber die einzige Sache, mit der ich mich auf einer Bühne wohl fühle, ist, mich hinter einem Blatt zu verstecken und vorzulesen, was auf dem Blatt drauf steht, und darum bin ich einfach im Hintergrund sitzengeblieben und habe gegrinst und mich gefreut. Uli Hannemann hat einen Text vorgelesen, in dem er sich ausdrücklich dafür bedankte, dass ich nicht nur (Buchstabe für Buchstabe) die Schrift erfunden und ihn aus der Gosse gezogen habe (beides hatte ich selbst schon fast vergessen ;), sondern dass ich darüberhinaus auch die Sonne bin. Und der Mond und die Sterne. Ivo und Sascha haben mein „Keinschwein“-Lied nachgesungen und mit neuen Textpassagen versehen, Micha hat die Schöpfungsgeschichte zu meinen Ehren umgeschrieben und richtiggestellt und überdies Elis und mich in einer Art Trauungszeremonie zu Vorgänger und Nachfolger erklärt („Ihr dürft jetzt die Notizbücher tauschen“), Spider hat das erste mal gesungen – selbstgedichtete Schlussliedstrophen nämlich – und sogar Tube ging im Rahmen seiner Möglichkeiten auf das Ereignis ein („Ich weiß gar nicht, was das Brimborium soll“).

    Schließlich überreichte mir Micha auch noch den großen goldenen Pokal, den wir beide als Teamsieger des SLAM2006 in München gewonnen hatten. (Bisher hatte er bei ihm rumgestanden.) Vorher gab er ihn aber noch durch den Raum und bat die Leute, eine Kleinigkeit für mich hineinzupacken. Und da kamen erstaunliche Dinge zusammen. Eine große Volkerüberraschung war das: Süßigkeiten, Batterien, Feuerzeuge, eine Chilischote, Thymiantee, die Visitenkarte eines Hotels auf Jamaica, ein schöner Bleistift (viele Grüße an Bosch :), ein Spielplan der Regionalliga Nord (???), Rabattcoupons, Aspirin, ein Restaurantgutschein, ein Apfel, eine Murmel, ein Nilpferd und, und, und … und die Visitenkarte eines Psychiaters … vielen Dank an euch 🙂

    So. Und heute ist der erste Donnerstag ohne die Chaussee der Enthusiasten. Und ich bin eingeladen zu einer Lesung mitzukommen. Zum Zuhören. Ich weiß noch nicht, ob ich das will. Vielleicht sollte ich lieber den kalten Entzug probieren. Andererseits habe ich gestern auch mal bei den Surfpoeten vorbeigeguckt und morgen gehe ich zum Slam im Rosi’s. Mal sehen.

    (Volker Strübing)

    Nachtrag, 16.25 Uhr: Ich Dussel hab doch vorhin glatt den tollen Präsentkorb der Kollegen vergessen! Vielen Dank für alles!

  • Abschied von LSD

    Heute also auch das letzte mal LSD – Liebe Statt Drogen im Bassy Cowboy Club. Fast 12 Jahre war ich der Veranstaltung (halbwegs) treu. Angefangen haben wir am 4.7.1996, damals noch in einem Café namens Nova, bevor wir 9 Wochen später ins Zosch und schließlich letzten März ins Bassy umgezogen sind. Das macht fast 600 Veranstaltungen und bei weit mehr als 500 dürfte ich dabei gewesen sein.

    Und jetzt stellt sich mir ab nächste Woche die bange Frage: Was macht man eigentlich an Dienstag- (und Donnerstag-)Abenden? Weiß das jemand? Eine erfreulich hohe Zahl von Menschen besucht ja LSD und die Chaussee der Enthusiasten, aber selbst an den besten Abenden kamen wir nicht umhin, enttäuscht festzustellen, dass es noch Leute geben muss, die nicht anwesend sind. Was machen die also? Was werde ich machen? Das ist die große Frage, die große Herausforderung vor der ich nun erst einmal stehe, bevor ich mich damit beschäftigen kann, wie es überhaupt weitergehen soll. Mit dem Schreiben und dem Leben und dem Rest.

    Auch bei LSD wird es ein neues Mitglied geben: Elis – Musiker, Geschichtenerzähler, Performer und sehr sympathischer Mensch in einer Person. Und wie Kirsten bei der Chaussee soll auch er kein Ersatz sein oder irgendeine Lücke füllen, sondern etwas ganz eigenes in die Veranstaltung bringen. Frischen Wind und neue, bisher bei uns ungehörte Töne. Es ist ja bei Lesebühnen (im Gegensatz zu Slams etc.) so, dass ein neues Mitglied nur aufgenommen werden kann, wenn ein altes aussteigt. Das sorgt einerseits für Stabilität und dafür, dass das Publikum immer ungefähr weiß, was es erwartet, andererseits sorgt es für Stabilität und dafür, dass das Publikum immer ungefähr weiß, was es erwartet.

    Hm. Vielleicht geh ich ab jetzt einfach immer als Zuschauer ins Bassy und gucke mir an, wie sich die Kollegen an unserem Schlusslied vergehen … (Nein, nein, nein – wie doof wär das denn? Ab und zu bestümpt, aber ganz sicher nicht jeden Dienstag.)

    (Volker Strübing)

  • Abschied von der Chaussee (2)

    So. Das war’s nun also. Der letzte Auftritt als Mitglied der Chaussee der Enthusiasten ist vorbei. Und einen schöneren Ausstieg hätte ich mir nicht wünschen können. Es war wohl noch nie so voll; am Ende konnten wir einige Leute nicht mehr hereinlassen (falls ihr das lest: Entschuldigt bitte!). Es waren ja auch Ferien und außerdem gab es neben Kirstens Aufnahme und meinem Abschied auch die neue Ausgabe unseres Heftchens „Brillenschlange“ zu feiern. Jochen und Robert haben die Redaktion und das Layout übernommen und einen heldenhaften Kampf gegen bemackte Software geführt, sind zwischendurch verzweifelt und dann über sich hinausgewachsen und haben eine der schönsten Brillenschlangen aller Zeiten produziert. Und ganz sicher die Brillenschlange mit dem schönsten Coverbild, denn das hat der wunderbare Mawil für uns gemalt (Achtung, große Bilddateien): (mehr …)

  • Abschied von der Chaussee

    Morgen ist es soweit. Mein letztes Mal bei der Chaussee der Enthusiasten. (Als festes Mitglied zumindest; ich hoffe sie laden mich hin und wieder als Vertretung ein.)
    Mann, Mann, Mann, das ist doch ganz schön seltsam. Immerhin bin ich seit Januar 2000 dabei. 8 Jahre. Knapp 400 Donnerstage. Eine ganze Menge Leute haben mir gesagt, dass sie es schade finden, dass ich aufhöre und das hat mich sehr gefreut. Noch mehr Leute haben gefragt, warum ich aufhöre, da bin ich ein bisschen ins Stottern gekommen, weil ich das auch gerade nicht mehr so genau weiß … also doch, ich weiß es schon, es ist nur schwer in kurze Sätze zu packen. Der Grund ist jedenfalls nicht, das ich etwas besseres gefunden hätte, wie einige vermuteten. Tatsächlich weiß ich nicht genau, wie es dann weitergeht, hoffe aber genau darauf: Dass es weitergeht. Mit dem Schreiben. Vielleicht mal irgendwo andershin, mal gucken. Erstmal fliege ich nach China und dann kommt der Sommer und ich werde Pläne schmieden.

    Morgen gibt es jedenfalls eine ganz besondere Veranstaltung: Neben meinem Ausstieg gibt es das Erscheinen der neuen, der neunten Brillenschlange zu feiern, diesmal mit einem wunderschönen Cover von Mawil. Vor allem gilt es aber, Kirsten Fuchs, als neues Mitglied zu feiern. Hoffentlich denkt niemand, dass sie als „Ersatz“ für mich da wäre, sonst würde er uns nur miteinander vergleichen, und das wäre für uns beide doof. Wenn die Chaussee der Enthusiasten ein Tuschkasten mit 6 Farben wäre, dann wäre jetzt z.B. das Ockerdöschen leer und an dessen Stelle träte ein Töpfchen mit Magenta. Jetzt nur mal so als Beispiel. Über Jahre haben wir Donnerstag für Donnerstag meist schöne Bilder gemalt und ich habe das Ocker beigesteuert. Schöne Bilder werden weiterhin gemalt, nur dass sich die Farbzusammensetzung ein bisschen ändert und dass nun auch Bilder möglich sind, bei denen Ocker nicht passen würde. So sehe ich das.

    Robert wird übrigens Linsensuppe kochen. Mir ist noch nicht ganz klar, wie die Verteilung erfolgen soll – es wird also in jedem Fall spannend.

    Am Dienstag bin ich dann noch einmal bei LSD.

    (Volker Strübing)

    UPDATE, 14:00 Uhr: Wird wohl doch nichts mit den Linsen 🙁 Aber die Brillenschlange und Kirsten werden trotzdem da sein.

  • Schnappschüsse vom 15.3.2008 / Buchmesse Leipzig

    Och, es gäbe so viel zu schreiben über die Buchmesse, aber ich bin zu faul. Schön war’s. Am Freitag beim Buchmesseslam, den ich dann auch noch gewonnen habe und am Sonnabend auf der Messe. Wobei ein Tag dort auch reicht. Soviele Bücher, soviele Lesungen, soviele Menschen, so eklige Bratwürste …

    Hier ein paar Fotos:

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    • Halle 2 war am schönsten, da waren die Comics und dort trafen sich die ganzen verkleideten Mangamädchen und Rollenspieljungs, für die am Sonnabend der Eintritt frei war. (mehr …)