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  • Kloß und Spinne – Folge 20: Männer haben immer Recht!

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    Mehr von Kloß und Spinne, von Gott und anderen gibt es heute wie jeden Sonntag in der „Show Royale“ von 16 bis 18 Uhr auf Radio 1. Und wo ich einmal dabei bin: Vor der Show Royal läuft die beste Radio-Interviewsendung ebenfalls auf Radio 1: „Hörbar Rust“ von 14 bis 16 Uhr.

    (VS)

  • Hätt‘ ich mal den Schienenersatzverkehr genommen!

    Letzten Freitag war ich beim Rosislam und das war schön. Sowas schreibt sich natürlich leicht, wenn man gewonnen hat, aber ich denke, die meisten Vortragenden hatten ebenfalls einen schönen Abend. Und die Flasche Whiskey, die es als Siegprämie gab, haben wir dann ohnehin geteilt.
    Ich möchte darauf hinweisen, dass die Tatsache, dass die Flasche eine halbe Stunde nach Veranstaltungsende alle war, erstens nur zu einem kleinen Teil mir anzulasten ist und zweitens nichts mit meiner Entscheidung zu tun hatte, vom Friedrichshain aus nach hause zu laufen. Ich hatte einfach Lust, spazieren zu gehen. Es war nach 12, ich hatte 7 Kilometer vor mir, aber ich war warm angezogen, mir war warm im Bauch (naja, ich hatte schon einen fairen Anteil vom Whiskey abbekommen …), auf der Ringbahn war sowieso Schienenerstzverkehr und außerdem ist Berlin nie schöner, als wenn jemand jede Menge frischen Schnee drübergekippt hat und die Sonne untergegangen ist. (mehr …)

  • Sketche, die das Leben schrieb (Folge 678)

    Die Pointe war echt billig, aber ich hab trotzdem gelacht: 2 Minuten nachdem wir uns auf die Fahrräder gesetzt hatten, um in die Stadt zurückzufahren, noch am Rand des Sees, kam die Sonne endlich hervor …
    Aber immerhin: Heute Morgen und heute Mittag konnte man fast alleine im Liebnitzsee schwimmen. Und im Wasser war es auch gar nicht so kalt (wäre der See eine Badewanne, hätte ich trotzdem ein bisschen heißes Wasser nachlaufen lassen), nur beim Rauskommen hat man gefroren.

    (VS)

  • Baden: Liebnitzsee





    Seemonster. (Klick aufs Bild zum Vergrößern!)


    Noch mehr Seemonster.







    (VS)

  • Pferde quälen, Erbsen zählen, zwangsvermählen – das war Babuschka!

    Zuersteinmal: Entschuldigung für den sinnlosen Titel 🙂 Hat auch nichts mit dem Inhalt des Eintrages zu tun, fiel mir bloß gerade beim Duschen ein.

    Gestern abend auf dem Nachhauseweg. 5 Wannen und drei Streifenwagen fahren im Schritttempo die Stargader Straße lang, 6 oder 7 weitere Wannen parken an der Gethsemane-Kirche. Eine Gruppe Polizisten in Bürgerkriegsoutfit steht neben einem der Fahrzeuge und raucht. Ich bin schon an ihnen vorbei, frage mich was los ist, dann kommt mir der Gedanke: Warum frage ich mich und nicht die Polizisten. Ich zögere noch einen Moment, dann gehe ich zurück und auf das Grüppchen zu.

    „Guten Abend, äh, kann man fragen, was Sie hier machen?“

    Einer dreht sich zu mir um, mustert mich abfällig (vielleicht bilde ich mir das auch nur ein).

    „Rauchpause, sehnse doch!“

    „Äh, haha, ja, also ich dachte, naja, ich wohne hier in der Gegend und wenn man so einen Aufmarsch sieht, da fragt man sich natürlich, was los ist und wird neugierig und da wollte ich mal nachfragen …“

    Ein anderer Polizist erbarmt sich: „Jugendliche haben Bauzäune umgeschmissen. Darum sind wir hier. Damit das nicht wieder passiert. Damit Bürger wie Sie ruhig schlafen können.“

    „Aha.“

    „Aber jetzt machen wir Rauchpause!“ Wieder der erste Polizist.

    „Na dann, noch eine friedliche Rauchpause.“

    „Jaja.“

    Es war ganz offensichlich nicht das freundliche Team vom Bürgerkontakttelefon, wahrscheinlich waren sie es gewohnt, beschimpft oder bespuckt oder angegriffen zu werden, wenn jemand auf sie zuging und außerdem mussten sie in ihren unbequemen Panzern auf der Straße stehen und den ganzen Leuten in den Kneipen ringsum beim Feierabendbier zugucken, und außerdem waren es Berliner, das „Rauchpause, sehnse doch!“ kann man wohl als Herz und Schnauze durchgehen lassen. Aber wie sie darauf kommen, das „Bürger wie ich“ gut schlafen, wenn sich ihr Viertel im Belagerungszustand befindet, kann ich nicht nachvollziehen. Da wurden Bauzäune umgekippt und deshalb sah die Straße aus wie vor dem 1.Mai?

    Neulich bin ich vom Hauptbahnhof aus mit dem Zug gefahren und auf dem Bahnhof patroullierten Polizisten mit Maschinenpistolen. Ich weiß nicht, ob sie das jetzt immer machen oder ob es da irgendeine Erhöhung der Alarmbereitschaft gegeben hatte. Bei mir löste das jedenfalls nicht das Gefühl aus, gut beschützt zu sein, nein, ich fühle mich unsicher, wenn ich denken muss: Offensichtlich ist es nötig, die Polizisten mit Waffen auszurüsten, die sie in die Lage versetzen, innerhalb von 5 Sekunden ganze Menschengruppen zusammenzuschießen. Und: Die haben doch nicht etwa wirklich vor, im Ernstfall mit diesen Dingern in einem vollen Bahnhof rumzuballern?! Und: Vor wem wollen sie mich damit schützen? Vor Taschendieben? Vor Fußballfans? Vor Schnorrern? Vor Selbstmordattentätern (Mist, hier kann ich  mich nicht in die Luft sprengen, da werde ich doch erschossen!)? Wahrscheinlich war die Anweisung zum Tragen von MPis einfach hirnloser Aktionismus, irgendein Politiker oder Beamter wollte sich nicht vorwerfen lassen, er hätte nicht alles getan, wie sinnlos es auch sein mochte. Vielleicht gibt es da draußen auch einen Haufen „Bürger wie Sie“, die sich tatsächlich sicher fühlen, wenn sie von schwerbewaffneten Polizisten umgeben sind … Hm. Nein, das glaube ich nicht. Ich glaube, es löst bei jedem ein ungutes Gefühl aus, das Gefühl, dass es wohl einen Grund dafür geben müsste und ganz schnell bist Du bei dem Gedanken: Mensch, hier auf dem ganzen Hauptbahnhof sind höchsten 10 Polizisten mit Maschinenpistolen unterwegs, das reicht doch nie, um dieses ganze Gebäude zu beschützen, denn genug kann die Polizei eigentlich nie tun.

    (VS)

  • Die alten Witze sind doch immer noch die besten

    Ach Gottchen. Vorhin auf der Straße ein kleines, eisbetütetes Mädchen gesehen, das kichernd seine Mutter fragte: „Kennst du den Witz von Onkel Fritz, der in der Badewanne sitzt und mit dem … spritzt“?

    Was es an der Punkt-Punkt-Punkt-Stelle gesagt hat, habe ich wirklich nicht verstanden. Wir haben uns das damals sowohl mit „Badewasser“ als auch mit „Puller“ erzählt und bei beiden Varianten genauso gekichert, wie das Mädchen heute. Dass der sich gehalten hat, also nee. Dabei werden doch ständig neue Witze hergestellt, und dann erzählen die Kinder sich solche ollen Kamellen. Nur wie der Witz auf zuhörende Erwachsene wirkt, das hat sich wohl sehr geändert.

    (VS)

  • Der phantastische Ziegelstein

    Meine Geschichtensammlung „Ein Ziegelstein für Dörte“ ist jetzt als Taschenbuch bei Ullstein erschienen:


    Damit bin ich wieder bei dem Verlag gelandet, bei dem das allererste Buch mit meiner Beteiligung erschien. 1992 oder so kam „Der phantastische Weihnachtsmann“ heraus, ein Buch mit 3D-Weihnachtspostkarten nach dem Prinzip des „Magischen Auges“ von Tube, Uwe Beneke und mir. 4 Jahre später haben wir dann LSD mitbegründet. So war das.

    Ich freue mich sehr, dass für die Neuausgabe von „Dörte“ das Titelbild von Voland & Quist beibehalten wurde. Das Taschenbuch kostet 7,95, enthält drei neue Geschichten, aber dafür fehlt die CD. Ihr müsst euch die Geschichten also gegenseitig vorlesen und könnt nicht einfach dem CD-Player diese Arbeit überlassen. Auf diese Weise wird das Buch zu einer besseren Welt mit glücklicheren Menschen beitragen. Das Original – in grün und mit CD – ist natürlich weiter lieferbar.

    (VS)

  • Hat eben alles auch sein Gutes

    Neulich Abend: Zwei junge Frauen staksen vor mir über den gefrorenen Schnee. Frau eins rutscht aus, kann sich aber an Frau zwei festhalten.*

    Frau eins: Oh Mann, das geht mir so auf die Nerven! Dieses Wetter, dieses Rumgeschlitter! Ich hab die Nase voll!

    Frau zwei: Ach, ich find’s ganz gut. Da habe ich auf Arbeit Ruhe, weil nicht so viele Leute in die Praxis kommen.

    Frau eins: Echt? Dabei sind doch jetzt so viele Leute krank.

    Frau zwei: Ja, stimmt schon, aber dafür trauen sich die ganzen Alten wegen dem Glatteis nicht mehr aus dem Haus.

    Frau eins: Ach so.

    (VS)

    * Namen von der Redaktion geändert.

  • Vielen Dank …

    … für eine wilde kleine Schneeballschlacht an Christine, Falko, Hajo, Irina, Lutz, Johanna, Julia, Robert, Sabine und Steffen!

    (VS)

  • Wenig hilft wenig – hoffe ich!

    Vor einer Weile hatte ich eine Sehnenscheidenentzündung. Ein lieber Kollege empfahl mir eine Salbe, die er in solchen Fällen zu verwenden pflegte, und auf deren Wirkung er schwor. „Abends richtig dick einschmieren und dann einen Verband drum“, empfahl er mir. „Richtig dick! Du weißt doch: Viel hilft viel!“

    Vielleicht versteht man, wie verwundert ich nach dem Kauf der Salbe war, als ich feststellte, dass es ein homöopathisches Medikament war …

    Ich glaub ja nicht an Homöopathie. Erstens halte ich es für Hokus Pokus und zweitens könnte ich keinen Schluck Wasser mehr trinken, ohne mich zu ekeln. Mir ist nämlich neulich etwas aufgefallen: Grob gesagt geht es doch bei der Homöopathie darum, Substanzen soweit zu verdünnen, dass sie, im Falle der Hochpotenzen, gar nicht mehr nachweisbar sind. Auf irgendeinem magischen Wege soll die Trägersubstanz – Wasser oder Alkohol meist – aber irgendwelche ominösen Informationen behalten und ihr gutes Werk verrichten. Wenn da etwas dran ist, dann heißt das doch aber auch, dass das Wasser, dass wir trinken, letzlich homöopathische Scheiße ist, außerdem homöopathischer Urin, homöopathische Fischleichen, homöpathische Spucke  – ich hab zum Beispiel vor ein paar Jahren mal in einen See gespuckt.

    Entweder ist Homöopathie gequirlte oder Trinkwasser homöopathische Scheiße und mir wäre ersteres lieber.

    (Wahrscheinlich werden die Homöopathieanhänger einwenden, dass das Quatsch sei, weil ich beim Spucken nicht „Abrakadrabra“ gesagt oder die Spucke nicht in der richtigen Richtung in den See eingerührt habe, und weil die Fischleichen nicht ordnungsgemäß im Wasser verrieben wurden und weil außerdem und überhaupt und sowieso nur die guten Informationen erhalten bleiben.)

    (V.S.)

    PS: Die Salbe hat übrigens prima geholfen, danke nochmal für den Tip. Ich nehme an, es lag daran, dass sie neben der homöpathischen Substanz noch ganz „normale“ Bestandteile enthielt. Als Wirksamkeitsbeleg werte ich das daher nicht. Das ist so, als würde man einer Aspirin noch ein homöopathisches Schmerzmittel beimischen und dann sagen: Na bitte, es funktioniert.

    PPS: Ich hoffe, alle netten Homöopathieanhänger, insbesondere die aus meinem Bekanntenkreis, sind nicht zu sauer wegen der „gequirlten Scheiße“.