Kategorie: Uncategorized

  • Wer nicht fragt, bleibt dumm …

    Rund um den S-Bahnhof Schönhauser Allee waren lauter Polizisten, teilweise in voller Bürgerkriegskampfmontour. Wurden gewaltätige Ausschreitungen anlässlich des Internationalen Kampf- und Feiertages der Frauen erwartet? Ich habe überlegt, einen Polizisten anzusprechen und zu fragen. Das muss doch möglich sein. Immerhin war das ja nicht gerade eine verdeckte Operation, die sie dort durchgezogen haben. Ein kleines Kind kam mir zuvor und fragte einen Polizisten, der vor dem S-Bahnausgang an den Schönhauser Allee Arcaden rumstand. „Was macht’n ihr hier?“ Der Polizist lächelte und antwortete wahrheitsgemäß: „Wir stehen hier rum.“ Das Kind rannte zu seiner Mutter zurück und quiekte: „Die stehen hier nur rum!“ Irgendwie hatte ich dann keine Lust mehr, nachzuhaken.

    (Volker Strübing)

  • Ganz schön zäh

    gruenzeug.jpg

    Am 21.10. sah es noch so aus:

    Ich werde die Sache weiter beobachten. Einstweilen habe ich dem Ding (also dem grünen im Vordergrund jetze) einen Schluck Wasser gegeben.

    (Volker Strübing)

  • 500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken (1-5)

    Es ist, angesichts der drohenden EM, Zeit, ein altes Projekt wieder auszugraben: Die Liste der 500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken, mit der ich fußballguckgefährdeten Mitmenschen Alternativen aufzeigen will. Niemand muss sich vor einen Fernseher hocken und sich anschauen, wie Leute einem Ball hinterherrennen. Verbieten will ich es andererseits auch niemandem, zumal mir leider der nötige Repressionsapparat fehlt, um ein derartiges Verbot auch durchzusetzen. Aber niemand soll, wenn der Tag der großen Abrechnung kommt, auf die Frage, warum er Fußball geguckt hat, antworten können: „Ich wusste nicht, was ich sonst hätte tun sollen!“
    Es gibt soviele schöne Dinge, die darauf harren getan zu werden, und noch viel mehr Dinge, die zwar nicht unbedingt schön sind, aber doch auf alle Fälle besser. Einige werde ich in den nächsten Wochen und Monaten hier vorstellen.
    Vor anderthalb Jahren oder so hat mir Tube eine Seite gebastelt, auf der ddie Leser sowohl eigene Vorschläge einbringen , als auch die anderen Beiträge bewerten konnten. Auf diese Weise sollte eine echte Hitparade zustande kommen. Leider mangelte es an Verwaltungsmöglicheiten, so dass das eine endlose, unübersichtliche Liste wurde und der Spamschutz funktionierte auch nicht so recht, weshalb man zeitweise den Eindruck bekommen konnte, die Alternativen zum Fußballgucken bestünden im Wesentlichen darin, sich den Penis verlängern zu lassen und Viagra zu schlucken – sicher: Beides gehört eindeutig in die Liste, aber doch nicht 700 mal! Ich habe diese Liste jedenfalls aufgegeben, nachdem ich des Spamlöschens überdrüssig wurde. Man kann sie sich noch immer angucken, aber ich werde sie nach und nach auch hier veröffentlichen – meine eigenen Vorschläge und – wo ich die Erlaubnis bekomme – schöne Beiträge, die von anderer Seite aus dort eingetragen wurden. Außerdem wird es natürlich auch neue Vorschläge geben. Ohne Wertung oder Rangliste. Ich fang dann mal an:

    500 Dinge, die besser sind als Fußballgucken

    • (1) Den Kopf wiederholt gegen die Wand schlagen.
    • (2) Darüber nachdenken, wie wohl ein Franzose das Wort „Haarspange“ aussprechen würde.
    • (3) Bei der Verkehrshotline anrufen und rote Ampeln melden (Hallo Britta, liebe Grüße 🙂
    • (4) Wildfremden Leuten handgeschriebene, anonyme Zettel mit der Aufschrift „Schön, dass es Dich gibt“ in den Briefkasten werfen.
    • (5) Wir alle kennen das Mal- und Knobelspiel „Das ist das Haus vom Nikolaus“. Probiert mal nach dem selben Prinzip:
      „Das ist das Haus vom Nikolaus“ / ist mir zu leicht, das find ich doof
      Ich mal stattdessen Strich für Strich / den Berliner Hauptbahnhof!

    (Volker Strübing)

  • Unterschiedliche Zeitsysteme

    Sohn:            Ja, gut, also ich komme dann am Sonnabend. Ich ruf an, wenn ich in Erkner bin, dann könnt ihr mich von dort abholen.

    Mutter:        Ja, prima, komm wann Du willst. Schlaf erstmal aus.

    Sohn:            Ja, okay.

    Mutter:        Aber spätestens halb eins.

    Sohn:            Äh … was denn nun?

  • Suche dringend …

    … sonnige Wohnung, ganz oben, 3 Zimmer, aufgeräumt, am Nordrand vom Prenzlauer Berg, Fahrstuhl (falls mein Kreuz mal wieder spinnt), große Dachterrasse. Bezahlen kann ich sie nicht, aber der Vermieter könnte dafür in Zukunft an Horsts Stelle an Norberts Bar sitzen …

    Habe gerade festgestellt, dass das Sonnenfleckchen in meinem Zimmer zweimal über Bande gespielt war 🙁

    (Volker Strübing)

  • Oh, ich bin ein armer Shrimp

    Bäh, wie unangenehm. Die Erkältung … ja, doof … halt ’ne Erkältung, herrjeh! Aber dass ich mir gestern beim Niesen einen Hexenschuss geholt habe, das geht ja wohl gar nicht. Das tut weh und ist so lächerlich und demütigend, dass ich auf keinen Fall im Weblog drüber schreiben sollte. Aber das Weblog hat Hunger und was wäre ich, als sein Vater, für ein schlechter Mensch, wenn ich es darben ließe …  wenigstens diesen kleinen Brocken muss ich ihm hinwerfen.

    In meiner Kindheit wurde mir noch erzählt, dass die Krankheiten eines Tages besiegt werden würden, aber das kümmert ja heutzutage keinen mehr, heute wollen ja alle nur noch irgendwas mit Internet oder Islamismus oder Silikonbrüsten machen.

    Vorhin hat der Mensch, der auf der gegenüberliegenden Hofseite und zwei Etagen höher wohnt, sein Badezimmerfenster angeklappt, so dass ein bisschen Sonne in meine Wohnung reflektiert wird. Danke.

    Eigentlich stand für heute eine Fahrradtour nach Bernau an, aber das wird wohl nichts (obwohl fahrradfahren viel besser geht als laufen).  Ich mach mir jetzt einen Tee und dann setze ich mich an den neuen Kloß-und-Spinne-Film. Ich fürchte, es geht darin um Sex.

    (Volker Strübing) 

    (Die Überschrift stammt aus einer Geschichte von Tube, in der er über die Gedanken eines Shrimps, der in kochendes Wasser geworfen wird, räsonniert)

  • Dringende Bitte um Konsequenz!

    Wer meint, Menschen seien auch bloß Tiere, und wer damit das Recht des Stärkeren, den Sozialdarwinismus, den Krieg oder die unsoziale Marktwirtschaft rechtfertigt, der soll sich doch bitte auch mit der Zunge den Arsch sauber lecken.

    (Volker Strübing)

  • Ich verkneife mir gerade mühsam das Wortspiel „Leidenschaft, die Leiden schafft“

    Letzte Woche habe ich mir für eine Zugfahrt eine Gehirn&Geist gekauft, weil die Leute immer so komisch gucken, wenn ich den Playboy auspacke. Genauer gesagt war es das Gehirn&Geist Dossier „Die Zukunft des Gehirns“. Darin fand ich unter der Überschrift „Maschine, Moral, Mitgefühl“ einen sehr interessanten Aufsatz von Thomas Metzinger, Professor für Philosophie an der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Er beschäftigte sich mit künstlicher Intelligenz, bzw. künstlichem Bewusstsein und plädierte vehement gegen alle Versuche in dieser Richtung.
    Nun gibt es viele, die vor derartigen Entwicklungen warnen und sie ablehnen, normalerweise aus einer Position der Angst heraus, dass der Mensch eines Tages von seinen Geschöpfen überflügelt oder gar abgeschafft werden könnte. Herr Metzinger führte ein anderes und ungleich sympathischeres Argument ins Feld, nämlich dass zum Bewusstsein zwangsläufig das Leiden dazugehören muss. Er schreibt u.a.:

    […] Das [phänomenale Selbstmodell] ist das entscheidende Instrument zum Erwerb neuer kognitiver und sozialer Fähigkeiten. Es zwingt ein bewusstes System aber auch dazu, sich seinen eigenen Zerfall (etwa durch Verschleiß), seine Niederlagen und inneren Konflikte funktional und repräsentational anzueignen und als die eigenen zu erleben. Sensorischer Schmerz, aber auch alle anderen Arten des nichtkörperlichen Leidens sind in das Selbstmodell eingebettet und werden somit phänomenal »besessen«. Dieses Leiden ist nun unweigerlich und erlebnismäßig unvermeidlich, es ist das eigene Leiden. […]

    Und kommt zu dem Schluss:

    Wir dürfen die Erzeugung bewusster Selbstmodelle nicht einmal riskieren. Es ist moralisch unverantwortlich, etwas zu erzeugen, von dem man bereits im Vorhinein weiß, dass es höchstwahrscheinlich unter der eigenen Existenz leiden wird.

    Naja, und da wollte ich die Eltern unter den Lesern mal fragen, wie sie vor diesem Hintergrund zu ihrer eigenen Schuld stehen …

    (Volker Strübing)

  • Lost in 24

    Ich habe ein neues Hobby: amerikanische Serien auf DVD gucken. Eine prima Sache, weil man immer Zeit findet, eine Episode zwischenzuschieben. Beim Abendessen zum Beispiel oder beim Kaffeetrinken oder wenn man eigentlich was wichtiges erledigen müsste. Angefangen habe ich mit Lost. (mehr …)

  • Werbung / Bockwurst / Sportlehrer

    Gerade hat es an der Tür geklingelt. „Wärrrbung bittä!“ plärrte es mir aus der Gegensprechanlage entgegen. „Oh, ich brauch grad keine, danke!“, habe ich geantwortet und nicht geöffnet. Das ist eine recht pfiffige Antwort, aber gedient ist damit keinem. Der Werbemittelverteiler kriegt ob der tausendsten vermeintlich pfiffigen Antwort, die ihm heute gegeben wurde, noch ein bisschen schlechtere Laune und muss weiterklingeln und noch mehr Leuten auf den Sack gehen. Und am Ende landen die Zettel doch in meinem Briefkasten. Ist es nicht besser sich dem Schicksal zu ergeben? Eventuell sogar moralisch geboten, um den Ärger auf allen Seiten so gering wie möglich zu halten? Ist das nicht eine fürchterliche Banalität, an die man keine Gedanken oder Weblogeinträge verschwenden sollte? Egal. Ich habe gerade eine platzende Bockwurst und einen Sportlehrer in Damenunterwäsche animiert, ich bin jetzt nicht in der Lage, mich mit weltbewegenden Themen auseinanderzusetzen.

    (Volker Strübing)

    PS: Hätte den Beitrag beinahe „Mir platzt gleich die Bockwurst“ genannt. Aber irgendwie … ich weeß nich, ich weeß nich …